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| 15:33 Uhr

Mehr Sicherheit in Gießmannsdorf
Tempolimit an Kita Waldwichtel steht

Seit dieser Woche gilt das generelle Tempolimit an der Kita Waldwichtel in Gießmannsdorf.
Seit dieser Woche gilt das generelle Tempolimit an der Kita Waldwichtel in Gießmannsdorf. FOTO: Uwe Vogt
Gießmanndorf. Generelle Geschwindigkeitsbegrenzung ist in Gießmannsdorf seit dieser Woche umgesetzt. Von Anja Brautschek

Rund anderthalb Jahre haben Kita-Mitarbeiter, Eltern und Anwohner darum gekämpft. Nun ist es offiziell: Vor der Kita Waldwichtel in Gießmannsdorf herrscht zu den Öffnungszeiten der Einrichtung ein generelles Tempolimit von 30 Stundenkilometern. Die entsprechende Beschilderung zur Geschwindigkeitsbegrenzung 300 Meter entlang der Bundesstraße 96 wurde Anfang dieser Woche aufgestellt, wie Ortsbeiratsmitglied Uwe Vogt mitteilt. „Der lange Kampf um die Sicherheit unserer Kinder in Gießmannsdorf ist nun auch offiziell sichtbar“, zeigt sich Uwe Vogt mit der Umsetzung zufrieden.

Der Geschwindigkeitsbegrenzung ist jedoch ein langer Weg vorausgegangen. Seit mehreren Jahren haben die Einwohner darum gekämpft. Neue Hoffnung keimte vor allem mit der Änderung der Straßenverkehrsordnung auf. Diese Änderung soll den Kommunen helfen, Tempo 30 vor sozialen Einrichtungen wie Kita, Schulen, Krankenhäusern oder Pflegeheime umzusetzen. Auf Grundlage dieser Novellierung stellte Kita-Leiterin Silke Wehner bereits Anfang 2017 den Antrag zur Geschwindigkeitsreduzierung.

Doch die Straßenverkehrsbehörde des Landkreises lehnte den Antrag zunächst ab. Begründung: Aufgrund der Bushaltestelle vor der Kita bestehe kein direkter Zugang zur Bundesstraße, die durch Gießmannsdorf führt. Die Behörde lenkte jedoch dahingehend ein und setzte in der gesamten Ortsdurchfahrt ein Tempo-30-Limit für Lkw durch.

Sowohl dem Ortsbeirat als auch der Kita-Leiterin reichte das jedoch nicht aus. Sie sahen die Sicherheit der Kinder dennoch gefährdet. Gemeinsam mit der Stadt legten sie Widerspruch gegen den Bescheid ein. Auch der Petitionsausschuss wurde in diese Belange eingeschaltet. Das Verfahren zog sich hin. Weitere zwölf Monate und zahlreiche Diskussionen, bei denen Gießmannsdorf Unterstützung unter anderem von Kreistags-, Landtags- und Bundestagsabgeordneten bekommen hatte, dauerte es, bis die Straßenverkehrsbehörde dem Antrag zustimmte. „Dieser lange Zeitraum um die Verkehrssicherheit unserer Kinder durchzusetzen, ist absolut indiskutabel und durch nichts zu rechtfertigen“, sagt Uwe Vogt, der den Prozess maßgeblich begleitet hatte.

Ein zweiter Antrag aus Gießmannsdorf zur Geschwindigkeitsreduzierung wurde von der Straßenverkehrsbehörde ebenfalls abgelehnt. Darin fordert der Ortsbeirat Tempo 30 in einer uneinsehbaren Kurve am anderen Ende der Ortschaft. Die Forderungen wurden in der Vergangenheit bereits mit einer Unterschriftensammlung bekräftigt. Ziel sei es, Tempo 30 in der gesamten Ortschaft durchzusetzen. Wie das Verfahren ausgeht, ist noch offen. Laut dem Ortsbeiratsmitglied befasst sich der Petitionsausschuss des Landtages Brandenburg derzeit mit dieser Thematik.