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| 16:41 Uhr

Tag der offenen Tür
Mit Berufsorientierung und ohne Rassismus

Künftige Siebtklässler und ihre Eltern informieren sich. Die Oberschule in Luckau hatte am Samstag zum Tag der offenen Tür eingeladen.
Künftige Siebtklässler und ihre Eltern informieren sich. Die Oberschule in Luckau hatte am Samstag zum Tag der offenen Tür eingeladen. FOTO: Andreas Staindl
Luckau. Die Oberschule „An der Schanze“ in Luckau hat zum Tag der offenen Tür eingeladen. Künftige Siebtklässer sahen sich um. Von Andreas Staindl

(asd) Die Oberschule „An der Schanze“ in Luckau hat ein klares Profil. Sie vermittelt allgemeines Wissen und Grundlagen des Zusammenlebens, bereitet die Siebt- bis Zehntklässler aber auch auf das Berufsleben vor.

„Wer unsere Schule nach der zehnten Klasse verlässt, hat einen soliden Wissensstand, aber auch reichlich Erfahrung in der Praxis gesammelt“, sagt Katrin Nauert. „Wir arbeiten mit rund 40 Unternehmen der Region zusammen.“

Die kommissarische Schulleiterin verweist darauf, dass die Absolventen  anschließend zu 100 Prozent eine Ausbildung beginnen oder schulisch weitermachen. „Die jungen Leute erlernen entweder einen Beruf oder wechseln in das Oberstufenzentrum – etwa 20 Prozent, um dort ihr Abitur oder Fachabitur zu machen. Wir bieten ihnen die Möglichkeit, sich auf jeden dieser Wege optimal vorzubereiten. Berufsorientierung und Praxislernen sind wichtige Bausteine in unserer Schule.“

Wie das Konzept funktioniert und umgesetzt wird, das konnten Besucher am Samstagvormittag erfahren. Künftige Siebtklässler und ihre Eltern waren zum Tag der offenen Tür eingeladen. Schülerinnen und Schüler „lotsten“ die Gäste durch das Schulgebäude, führten diese in die Fach- und Unterrichtsräume.

Die Bildungseinrichtung ist eine Ganztagsschule. „Das ermöglicht uns flexible und attraktive Angebote bis weit in den Nachmittag hinein, auch gezielte Unterstützung von Kindern mit Förderbedarf“, erklärt Katrin Nauert. „Das Ganztagsangebot ist besonders für unsere Schülerinnen und Schüler aus den Dörfern wichtig. Unsere Siebt- bis Zehntklässler kommen aus etwa 50 Orten, auch aus Nachbarkreisen.“

Kinder unterschiedlicher sozialer Herkunft, darunter auch geflüchtete — Konflikte bleiben da nicht aus. Mit Projekten steuert die Schule gezielt dagegen. „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist eines davon. „Ich will, dass wir alle vernünftig miteinander umgehen“, sagt Ben Zegenhagen. „Rassismus hat keinen Platz in unserer Schule.“ Der 13-Jährige hat gemeinsam mit Mitschülern für das Projekt am Samstag geworben. Auch dafür war das Interesse groß.