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| 02:49 Uhr

Supermärkte tauschen ihre Standorte

Golßen. Die Supermärkte Rewe und Penny tauschen ihre Standorte in Golßen (Unterspreewald). Während Rewe komplett neu baut, will Penny in das derzeit von Rewe genutzte Gebäude einziehen. Andreas Staindl/asd1

Die Stadtverordneten haben jetzt weitere Beschlüsse zum Neubau des Rewe-Marktes gefasst.

Wie Architekt Bernhard Thanheiser bei der Stadtverordnetensitzung am Montagabend erklärte, werde das Gebäude am jetzigen Standort des Penny-Markts abgerissen. Dort soll der neue Rewe-Markt entstehen, der im nächsten, spätestens im übernächsten Jahr eröffnet wird. Mit drei Beschlüssen haben die Stadtverordneten den Weg dafür frei gemacht.

Der neue Markt soll mit energiesparenden und umweltfreundlichen Materialien gebaut werden. 2550 Quadratmeter Fläche sollen insgesamt entstehen, davon 1750 Quadratmeter Verkaufsfläche - etwa doppelt so viel wie bisher. Der bisherige Rewe-Markt platze aus allen Nähten, wie Bernhard Thanheiser sagt. Zudem würden Parkplätze fehlen. Die hohen Betriebskosten im bisherigen Objekt seien ein weiterer Grund für den Neubau. Der Rewe-Markt soll die Anwohner kaum stören. "Von 22 bis 6 Uhr ist die Warenanlieferung nicht gestattet", erklärt der Architekt. Zudem dürften die Parkplätze am Nachbargrundstück ab 22 Uhr nicht mehr genutzt werden. Kühlfahrzeuge müssten ihre Kühlaggregate ausschalten, bevor sie das Grundstück befahren. Die Rampe zum Be- und Entladen befinde sich auf der Seite der B 96. Laut Thanheiser soll es außerdem Einkaufswagen mit lärm armen Rollen geben.

Dass Penny neben dem künftig größeren Rewe untergehen könnte, befürchtet der Architekt nicht: "Das Sortiment beider Märkte ist sehr unterschiedlich." Dagegen hält die Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus zwei Märkte für keinesfalls verträglich für den Standort. Ein Parallelbetrieb müsse ausgeschlossen werden.

Diesem Hinweis werde aber nicht gefolgt. Auch die Stellungnahme Baruths habe keine Auswirkung auf das Neubauvorhaben. Die etwa zehn Kilometer entfernte Nachbarstadt befürchtet, dass Kaufkraft in erheblichem Umfang aus Baruth abgezogen werde.