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Sturm verhindert Richtfest in Dahme

Für Kranarbeiten ist es am Dienstag zu stürmisch gewesen. Deshalb mussten die schweren Dachbinder für die Fahrzeughalle und auch die Richtkrone vorerst am Boden bleiben. Der zweistöckige Sozialtrakt im Vordergrund ist bereits weit gediehen.
Für Kranarbeiten ist es am Dienstag zu stürmisch gewesen. Deshalb mussten die schweren Dachbinder für die Fahrzeughalle und auch die Richtkrone vorerst am Boden bleiben. Der zweistöckige Sozialtrakt im Vordergrund ist bereits weit gediehen. FOTO: be
Dahme. Das geplante Richtfest am neuen Dahmer Feuerwehrhaus ist am gestrigen Dienstag dem stürmischen Wetter zum Opfer gefallen. Doch die Arbeiten an dem 1,6 Millionen Euro teuren Neubau kamen über den Winter gut voran. Carmen Berg

Polier Gerhard Borch vom Unternehmen HTS aus Schlieben steht am Dienstagvormittag an der Nottür, durch die künftig die Feuerwehrleute zu ihren Einsätzen ins Haus eilen werden. Borch schaut nach draußen, wo der Regen peitscht und sich rings um die Baustelle riesige Pfützen bilden. Der große Kran steht still. Es ist zu stürmisch für seinen Einsatz, für den Nachmittag haben die Wetterfrösche sogar Orkanböen in Aussicht gestellt. Das Vorhaben, per Kran die etwa 16 Meter langen Holzbinder für das Dach der neuen Fahrzeughalle aufzusetzen, muss aufgegeben werden. Den Bindern, so war es geplant, sollte am Dienstagnachmittag die Richtkrone folgen. Im Rathaus fällt angesichts der Wetterlage kurzfristig die Entscheidung, das Richtfest zu verschieben. "Wenn der Sturm so schlimm kommt wie befürchtet, werden die Feuerwehrleute womöglich sowieso keine Zeit zum Feiern haben", sagt Frank Herhold von der Bauverwaltung.

Dabei hatte sich Petrus bis dahin gnädig gezeigt. Seit dem ersten Spatenstich im vergangenen Oktober ging es gut voran. "Wir mussten nach Weihnachten nur wenige Tage aussetzen und waren vom milden Winter wohl verwöhnt", sagt Gerhard Borch.

Auf dem alten Molkereigelände entsteht parallel zur Luckenwalder Straße ein zweigeschossiger Sozialbau, dem sich im 90-Grad-Winkel eine Halle mit Platz für fünf Einsatzfahrzeuge und eine integrierte Waschanlage anschließen. Mit 1,6 Millionen Euro finanziert das Amt Dahme das neue Domizil aus eigener Tasche. "Für die Dahmer Stützpunktfeuerwehr ist der Neubau ein Meilenstein", sagt Ortswehrführer Karsten Schmidt.

Altes Haus zu klein

Das alte Gerätehaus am Kloster ist viel zu eng. Umkleiden müssen sich die Retter in der Fahrzeughalle, Duschen gibt es nur nebenan in der früheren Sauna. Zudem passen nicht alle Autos unter ein Dach. All das wird sich ändern, wie an den Grundstrukturen im Neubau bereits erkennbar ist.

Während die Fahrzeughalle noch "oben ohne" steht, können am Sozialtrakt schon die Dachdecker kommen. Drinnen nutzen Handwerker die Schlecht-Wetter-Phase, um die Fußböden für den Estrich abzudichten. Im Erdgeschoss wird es separate Umkleideräume und Sanitäranlagen für Männer und Frauen geben. In weiteren Räumen "wird all das untergebracht, worauf die Kameraden schnell Zugriff brauchen", so Frank Herhold. Im Obergeschoss stehen schon die Wände für einen großen Schulungs- und Versammlungsraum. Auch der Nachwuchs bekommt dort eine großzügige Bleibe.

Sobald alle Dacheindeckungen komplett sind, könnten Mitte April im Inneren Installationsarbeiten für Elektrik, Sanitäranlagen und Heizung starten, sagt Frank Herhold. Handwerker in 14 Gewerken werden beim Innenausbau tätig sein.

Einweihung im Herbst

Zuletzt muss das Außengelände für die Befahrbarkeit mit schwerer Einsatztechnik hergerichtet werden. Auch 25 Pkw-Stellplätze sollen entstehen. Ziel sei es, das neue Feuerwehrhaus zum Herbst an die Kameraden zu übergeben, kündigt Frank Herhold an.