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| 17:27 Uhr

Moderne Technik
Strom in Golßen wirdbald ferngesteuert

In Golßen wird eine neue, fernschaltbare Trafostation errichtet. Sie soll Ende Juni in Betrieb genommen werden.
In Golßen wird eine neue, fernschaltbare Trafostation errichtet. Sie soll Ende Juni in Betrieb genommen werden. FOTO: Mitnetz Strom / Torsten Schreiber
Golßen. In der Stadt wird eine neue Trafostation errichtet.

Der EnviaM-Netzbetreiber Mitnetz Strom hat eine neue, fernschaltbare Trafostation in Golßen errichtet. Die neue Station soll die vorhandene Schaltstation Golßen Stärkefabrik aus dem Jahr 1966 ersetzen. „Damit wollen wir die Versorgungssicherheit im Landkreis Dahme-Spreewald weiter verbessern“, sagt Maxi Rudolph, Pressesprecherin der Mitteldeutschen Netzgesellschaft Strom. Etwa 3700 Kunden der Region um Golßen sollen von der neuen Trafostation profitieren.

Für die Baumaßnahme investiert das Unternehmen rund 424 000 Euro. Auch etwa 1,2 Kilometer Kabel wurden in diesem Zusammenhang im Erdboden verlegt. Das etwa 33 Tonnen schwere Trafohäuschen wurde am Freitagmorgen von einer Firma aus Hoyerswerda angeliefert und mittels Kran an den neuen Standort platziert.

Die Trafostation steckt voller moderner Technik und ermöglicht eine Fernschaltung. Diese Technik sorgt bei Stromausfällen für eine schnellere Wiederversorgung. Denn es ist nicht mehr notwendig, dass ein Techniker zur Trafostation fährt. Wenn Störungen auftreten, werden diese in der Netzleitstelle in Taucha (bei Leipzig) erkannt. Dort kann per Funk auf das Problem reagiert und der Strom auf funktionierende Leitungen umgeschaltet werden. Die fernschaltbare Trafostation soll in Golßen voraussichtlich bis Ende Juni in Betrieb genommen werden.

Im Landkreis Dahme-Spreewald gibt es insgesamt drei weitere Stationen dieser Art. Insgesamt können mehr als 15 Trafostationen in der Netzregion Brandenburg ferngeschalten werden. Bis Ende 2018 soll die Zahl in Südbrandenburg bis auf 23 steigen. Das Unternehmen investiert rund 3,6 Millionen Euro für dieses Vorhaben.

In der zweiten Jahreshälfte plant Mitnetz Strom außerdem drei weitere Baumaßnahmen im Landkreis. Die Mittelspannungsfreileitungen von Glienig über Schenkendorf nach Schöneiche, von Schöneiche Försterei nach Sellendorf sowie von Rietzneuendorf über Staakow nach Briesen-Brand werden durch insgesamt zwölf Kilometer Erdkabel ersetzt.

In Briesen-Brand verkabelt der Netzbetreiber zudem die Niederspannungsfreileitungen. Im Zuge der Kabelverlegung werden dann neue Transformatorstationen aufgestellt und vorhandene aufgerüstet. Insgesamt investiert das Unternehmen in diese Netzverstärkungen für den Landkreis rund 1,1 Millionen Euro.