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| 02:46 Uhr

Stollen und Kuchen für guten Zweck

Fleißig gebacken haben die Frauen aus Schöna-Kolpien wieder in den vergangenen Wochen. Die köstlichen Stollen nach Familienrezept waren bei den Marktbesuchern sehr begehrt.
Fleißig gebacken haben die Frauen aus Schöna-Kolpien wieder in den vergangenen Wochen. Die köstlichen Stollen nach Familienrezept waren bei den Marktbesuchern sehr begehrt. FOTO: Birgit Keilbach/bkh1r
Schöna-Kolpien. Eine besinnliche und unterhaltsame Einstimmung auf die Adventszeit hat der Christkindlmarkt rund um die Schönaer Kirche am ersten Adventssamstag geboten. Das liebevoll und mit großem ehrenamtlichen Engagement von den Einwohnern des Doppeldorfes gestaltete Ereignis hielt für kleine und große Besucher Erlebnisse für alle Sinne bereit. Birgit Keilbach / bkh1

Noch sind nicht alle Hüllen am Kirchenschiff gefallen. Doch am Turm und der dem Christkindlmarkt zugewandten Seite fällt der letzte Abschnitt des umfangreichen Sanierungsprojektes sofort ins Auge: Die Kirche erhält ihren ursprünglichen Anstrich wieder. Auf dem hellen, beigefarbenen Grundton der Flächen setzen sich in stimmigem Kontrast Fenster, Ecken und Einfassungen des Mauerwerks in zartem Grau ab. "Mit dem neuen Anstrich sieht die Kirche richtig schick aus", freut sich Annegret Zahn über den Anblick.

Die Einwohnerin beteiligt sich von Anfang an am Christkindlmarkt, der 2001 ins Leben gerufen wurde, um die einsturzgefährdete Kirche in Schöna zu erhalten. Schrittweise konnte das Gotteshaus durch den "Förderverein für den Wiederaufbau der Kirche Schöna" mit den Einnahmen aus dem jährlichen Adventsmarkt, Spendengeldern und Fördermitteln saniert werden.

Spielplatz ist neues Projekt

Die Sanierungsarbeiten an der Kirche finden in diesem Jahr ihren Abschluss. Doch den Christkindlmarkt als gemeinsam von den Vereinen des Doppeldorfes organisierte Veranstaltung wird es weiterhin geben. Die Schöna-Kolpiener haben bereits das nächste Projekt in Angriff genommen. Seit 2013 werden die Einnahmen des Marktes für den Aufbau eines Spielplatzes im Dorf verwendet, wie Ortsvorsteher Knut Krause informiert. In diesem Jahr richteten die Einwohner dafür eine Fläche am Dorfgemeinschaftshaus her. "Die ersten drei Spielgeräte stehen schon, eine Wippe, eine Schaukel und ein Federwipptier", sagt der Ortsvorsteher. Zwei konnten ihm zufolge aus den Einnahmen des Christkindlmarktes finanziert werden, eins steuerte der Sportverein bei.

Damit der Spielplatz im kommenden Jahr weiter wächst, hat Annegret Zahn mit ihren geschickten Händen wieder viele weihnachtliche Dekorationen für ihren Verkaufsstand gefertigt. Auch die jungen Mütter aus dem Doppeldorf ergriffen die Initiative, "weil der Spielplatz schließlich für unsere Kinder ist", sagt Sabrina Wagenknecht. Sie schenken Glühwein und Kinderpunsch aus, halten gebrannte Mandeln und Schokospieße zum Naschen bereit.

Selbstgemachtes aus den eigenen Küchen, wie Marmelade oder Rumtopf, ist bei ihnen zu haben. "Wir haben auch Eier im Dorf gesammelt und daraus Eierlikör für den Christkindlmarkt zubereitet", erzählt Sabrina Wagenknecht. Darüber hinaus bieten sie Gefilztes, Gestricktes und Gebasteltes an ihrem Stand an. Gleich nebenan finden die selbst gebackenen Stollen, Kuchen und Plätzchen aus den Küchen der Schöna-Kolpienerinnen reißenden Absatz.

Alphornklänge in der Kirche

In der beheizten Kirche können die Besucher diesmal ganz besonderen Klängen lauschen. Anna Schubert, Ma-Lou Bangerter und Andreas Frey vom Berliner Alphornorchester entlocken ihren 3,60 Meter langen Instrumenten volle, tiefe Klänge. Im Wechsel mit dem Frauenchor Lebusa/Körba/Schöna-Kolpien und dem Rietdorfer Männerchor stimmen sie auf die Weihnachtszeit ein. Danach führt der Dorfclub das beliebte Weihnachtsmärchen auf, bevor der Weihnachtsmann mit seinem Christkind kleine Geschenke bringt.

Seit der Geburt dabei

Selbst ein Adventsgesteck basteln können die Kinder in der nahe gelegenen Gaststätte Krüger. Nadin Krause und Christin Romanus organisierten die Bastelstraße. "Die Birkenscheiben als Unterlage hat uns ein Nachbar geschnitten", sagt Nadin Krause. Auch die Koniferenzweige stammten aus einem Nachbargarten. Einen nach dem anderen ordnen Lilly-Theresa Hahn und ihre Freundin Ylva Schönemann im Steckschwamm an. "Das macht richtig viel Spaß, weil man vieles selbst dekorieren kann", erklärt Lilly-Theresa. Seit sie geboren wurde, kommt Mutter Anne-Theres Hahn mit ihrer Tochter zum Christkindlmarkt. "Ich finde es schön, dass ihn alle aus dem Dorf mitgestalten und er zeigt auch, wie sich mit wenig Aufwand Schönes gestalten lässt. Eine tolle Sache", resümiert die Dahmenserin.