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| 15:30 Uhr

Reaktion
Stipendium für Mediziner geht der FDP nicht weit genug

Luckau/Lübben. Rico Kerstan: „Es ist nur ein erster Schritt.“

Die Freien Demokraten sehen in der Studienbeihilfe für Medizinstudenten nur einen ersten Schritt für ärztliche Versorgung im ländlichen Raum. Das teilt der Kreisvorsitzende der Freien Demokraten in Dahme-Spreewald, Rico Kerstan mit. Die FDP begrüßt die Einrichtung eines Stipendiums für Studierende der Medizin, heißt es in einer Pressemitteilung.

Allerdings sei es bedauerlich, dass der Kreistag erst jetzt nach jahrelanger Blockade von SPD und Linken eine solche Initiative ergreift, nachdem andere Landkreise dieses Mittel seit Jahren erfolgreich anwenden. So vergibt beispielsweise der Nachbarkreis Elbe-Elster seit dem Jahr 2010 vergleichbare Stipendien.

„Wir freuen uns, wenn auch in Dahme-Spreewald endlich erste Maßnahmen ergriffen werden, um die sich seit Jahren verschlechternde Versorgungssituation zu verbessern. Allerdings können Stipendien für Medizinstudenten hierfür allenfalls ein erster Schritt sein. Die grundsätzlichen Probleme bei der ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum werden sich damit jedoch kaum lösen lassen“, so Rico Kerstan.

Hier müssten vielmehr die eigentlichen Ursachen angegangen und beispielsweise die Chancen der Digitalisierung genutzt werden. Das sei jedoch nicht durch den Landkreis zu bewerkstelligen, sondern es brauche systematische Veränderungen – eine dringliche Aufgabe der Landes- und Bundesregierung. „So plant beispielsweise die Landesregierung mit veralteten Planzahlen. Außerdem ist die Budgetierung ein Problem und macht Praxisübernahmen/-eröffnungen für junge Ärzte unattraktiv“, erklärt Kerstan.