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Start in Luckaus Freibadsaison am 25. Mai?

Nur wenige Mutige wagten sich mit Bürgermeister Lehmann (l.) 2016 zum Anbaden in die kalten Fluten.
Nur wenige Mutige wagten sich mit Bürgermeister Lehmann (l.) 2016 zum Anbaden in die kalten Fluten. FOTO: bkh1
Luckau. In der Diskussion um einen späteren Saisonstart im Freibad hat sich der Haushalts- und Finanzausschuss am Donnerstagabend für den 25. Mai ausgesprochen. Carmen Berg

Bisher war das Anbaden am 15. Mai Tradition - im vergangenen Jahr bei acht Grad Lufttemperatur. Kaum einmal sei am 15. Mai schon Badewetter, so hatte Bürgermeister Gerald Lehmann (parteilos) den Vorschlag der Verwaltung für einen Aufschub begründet. Jedoch fallen unabhängig vom Badebetrieb tägliche Bewirtschaftungskosten in Höhe von 800 Euro an, die nach oben schnellen, sobald die Becken befüllt sind und die Pumpen laufen. Mit einer späteren Öffnung ließe sich also Geld für die klamme Stadtkasse sparen.

Der Bürgermeister hatte den 20. oder den 25. Mai ins Gespräch gebracht. Bis zur Stadtverordnetenversammlung in der nächsten Woche sollen sich die Volksvertreter eine Meinung bilden. Denn dort steht eine neue Entgeltordnung für das Freibad zum Beschluss, in der auch die Öffnungstermine verankert sein werden.

"Wenn es eine Lösung gibt, den Saisonstart sinnvoll und zugleich kostensparend zu gestalten, so sollten wir sie nutzen", sagte Kämmerer Thomas Rohr vor dem Haushalts- und Finanzausschuss. Ausschuss-Vorsitzende Petra Spruch (UWG/FDP), Sportlehrerin und Kursleiterin beim Schwimmunterricht für Kinder im Bad, informierte über ihre Rücksprachen mit den Luckauer Schulen. Dort würden für den Sportunterricht keine Einschränkungen gesehen, wenn der Saisonstart um zehn Tage nach hinten verlagert wird, sagte sie. Der Unterricht könnte in dieser Zeit auch auf dem Sportplatz stattfinden.

Einen Vorschlag, zu gucken, wie das Wetter wird und davon die Öffnung abhängig zu machen, lehnte die zuständige Amtsleiterin Birgit Lehmann ab. Wie sie erklärte, seien eineinhalb Monate Vorlauf für die Vorbereitungen nötig, so insbesondere für die Wasseraufbereitung. "Das funktioniert nur mit einem fixen Termin."

Auf die Frage von Sven Off (UWG/FDP), ob es statt des "krummen" Mai-Termins womöglich sinnvoll sei, den 1. Juni zu wählen, erklärte Thomas Rohr, diese Spanne sei zu lang. Es könnten sich jene Dauernutzer verprellt fühlen, die auch schon bei kühleren Temperaturen zum Schwimmen kommen.

Für den 25. Mai sprach sich der Haushalts- und Finanzausschuss einstimmig aus. Ebenso fand die Anregung von Olaf Schulze (CDU) Zuspruch, das Enddatum, bislang 15. September, in der neuen Ordnung allgemeiner zu fassen. Denn beim Saisonfinale stelle sich die Frage des Arbeitsvorlaufs nicht, so dass man auf das Wetter reagieren könne. Das letzte Wort haben die Stadtverordneten am 23. Februar um 19 Uhrim Rathaussaal.