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| 18:49 Uhr

Fachkräfte
Start für Pflegekräfte aus den Philippinen

 Honalyn Basilio (3.v.l.) und Christian Alcantara (2.v.l.) verstärken das Team der Klinik für Neurologie und klinische Neurophysiologie in Lübben.
Honalyn Basilio (3.v.l.) und Christian Alcantara (2.v.l.) verstärken das Team der Klinik für Neurologie und klinische Neurophysiologie in Lübben. FOTO: Vicky Pfirsig
Das Asklepios Fachklinikum Lübben beschreitet neue Weg gegen den Fachkräftemangel im Land.

Hervorragend ausgebildete Intensivpflegefachkräfte aus den Philippinen unterstützen ab sofort das Team der Klinik für Neurologie und klinische Neurophysiologie in Lübben, teilt Vicky Pfirsig, Sprecherin des Asklepios Fachklinikums Lübben, mit. Honalyn Basilio (29) und Christian Alcantara (28) sind am neuen Arbeitsort begrüßt worden.

Angela Tiedemann, Pflegedirektorin der Asklepios Fachkliniken Brandenburg, sagt: „Für unsere Neurologie ist die Verstärkung wichtig. Wir werden die neuen Kollegen jetzt fachspezifisch für die Anforderungen der hiesigen Weaningstation einarbeiten und auch beim Zurechtfinden in Lübben unterstützen.“

Janina Pietschmann, die Geschäftsführerin des Asklepios Fachklinikums Lübben, fügt hinzu: „Wir sind dankbar für die neuen Kollegen. Das Fachklinikum geht damit einen neuen Weg, der angesichts des sich verstärkenden Fachkräftemangels in der Pflege erforderlich ist.“

Honalyn Basilio und Christian Alcantara sind zwei von insgesamt mehr als 450 berufserfahrenen Intensiv- und OP-Pflegekräften, die die Asklepios Kliniken Gruppe aus dem asiatischen Inselstaat nach Deutschland holt. Seit Juli vergangenen Jahres seien aufgrund der schleppenden Visa-Vergabe durch deutsche Behörden allerdings erst rund 45 der dringend benötigten Fachkräfte ins Land geholt worden, obwohl viele sofort abreisebereit seien. Ein Umstand, den der Vorstandsvorsitzende von Asklepios, Kai Hankeln, bereits im vergangenen Jahr in einem Schreiben an Bundespolitiker und Minister scharf kritisiert hat: „Es ist keinem Patienten in Deutschland vermittelbar, dass seine Operation oder Behandlung verschoben werden muss oder dass ein Intensivbett nicht betrieben werden kann, weil nicht ausreichend Personal in den deutschen Botschaften im Ausland vorhanden ist, um die Visa des dazu notwendigen Pflegepersonals zeitgerecht zu bearbeiten.“

„Die neuen Kollegen aus den Philippinen haben vor ihrem Berufseinstieg allesamt vier Jahre studiert und danach noch vier bis sechs Jahre praktisch in ihren erlernten Berufen gearbeitet. Zusammen mit einem von Asklepios bezahlten neunmonatigen Intensiv-Deutschkurs sind sie damit mehr als ausreichend für ihren Einsatz in Deutschland qualifiziert,“ berichtet Thomas Krakau, Leiter des Konzernbereichs Pflege bei den Asklepios Kliniken.

Nach Abschluss des Sprachkurses findet jeweils ein mehrwöchiger Intensiv-Workshop zur Vorbereitung auf die Pflegearbeit in Deutschland statt, geleitet von eigens eingeflogenen Asklepios-Lehrkräften. Bereits zu Beginn des Kurses haben die Pflegekräfte einen Arbeitsvertrag mit den Asklepios Kliniken erhalten. „Alle neuen Kollegen aus den Philippinen, die bei uns anfangen, werden genauso gut entlohnt wie ihre deutschen Kollegen“, betont Krakau. Und er stellt auch klar, dass die Fachkräfte in ihrem Heimatland keine Probleme in der Versorgung der Patienten dort verursachen: „Wir rekrutieren grundsätzlich nur in Ländern, in denen selbst kein entsprechender Fachkräftemangel besteht.“

(kw)