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Spreewaldfest – mehr Besucher, mehr Qualität

Der Hort der Vielfalt ist in der Kategore "Lübbenau – gestern und heute" für seinen Kahn prämiert worden.
Der Hort der Vielfalt ist in der Kategore "Lübbenau – gestern und heute" für seinen Kahn prämiert worden. FOTO: Silvano Procopius
Lübbenau. Der völlig verregnete Donnerstag ließ noch Schlimmes ahnen, doch am Wochenende war das Wetter für Besucher und Mitwirkende der 46. Ausgabe des Lübbenauer Spreewald- und Schützenfestes nahezu ideal.

So zumindest sehen es die beiden Cheforganisatoren Antje Kaczmarek und Peter Lippold. Allein die geschätzte Besucherzahl gibt den beiden Rathaus-Mitarbeitern da auch recht: Insgesamt 42 000 Gäste bevölkerten von Donnerstag bis Sonntag die fünf Festbereiche.

Gelegentlicher leichter Regen erwies sich am Wochenende bei angenehmen Temperaturen und angesichts vieler Unterstellmöglichkeiten nicht als Störfaktor, so Peter Lippold: "Wir hatten Glück mit dem Wetter. Viel besser als praller Sonnenschein." Nicht nur das Wetter jedoch behagte den Festgästen. Auch das Angebot, das die Organisatoren nicht einfach vom Vorjahr übernommen hatten. Die Poststraße wurde aufgewertet durch den neuen Kinder-Aktionsbereich und den Gurkenmarkt, der früher auf dem Topfmarkt angesiedelt war. Mehr Festqualität erwartete Besucher auch im Schlossbezirk. Vor allem Antje Kaczmarek hatte sich dafür starkgemacht, hier sorbische Kultur zu zeigen. Musik, Tanz und Bräuche wie Hahnrupfen oder Froschkarrenrennen fesselten die Gäste. Nach der Festeröffnung dort am Samstag um 11 Uhr blieben viele Besucher bis zum späten Nachmittag auf der Schlosswiese mit den Ständen und der Bühne, hat Peter Lippold beobachtet.

Für Antje Kaczmarek hat es sich auch gelohnt, beim Kahnkorso erstmals besonders gelungen gestaltete Kähne zu prämieren. In den Kategorien "Spreewälder Lebensweise", "Lübbenau - gestern und heute" sowie "Kultur- und Vereinsleben in Lübbenau" bekamen Peter Lehmann und Ralf Buchholz, der Hort der Vielfalt und der Motorsportklub Lübbenau die Siegerschecks. Eine Neuheit, die ebenfalls gut ankam, war der Stargast. Pünktlich, angenehm und witzig sei Nino de Angelo gewesen, so die Sachbearbeiterin. Außerdem gab er bereitwillig Autogramme.

Mit dem Budget dürften die Veranstalter dank der Großsponsoren Süll, Emis und Sparkasse hingekommen sein, schätzt Peter Lippold. 75 000 Euro standen so insgesamt zur Verfügung. Für Sicherheitsvorkehrungen wurden diesmal 8000 Euro mehr investiert. Etwas gespart habe man, da am Sonntag das Feuerwerk wegen der nassen Wiese ausfallen musste.

Zu Dank verpflichtet sei die Stadt auch den Programmteilnehmern, die nur eine Aufwandsentschädigung bekamen, sowie den Feuerwehren. Die Ehrenamtlichen aus Groß Radden, Groß Lübbenau, Krimnitz und Zerkwitz halfen, das Sicherheitskonzept umzusetzen.

Trotz des Festerfolgs sieht Peter Lippold aber auch noch einigen Verbesserungsbedarf, vor allem auf dem Topfmarkt.