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Fußball
Spremberger Standortbestimmung

Bislang hat Kapitän Jan Domann mit seinem SC Spremberg alle Liga-Spiele gewinnen können. Jetzt warten aber die beiden Aufeindertreffen mit den unmittelbaren Verfolgern aus Luckau und Herzberg.
Bislang hat Kapitän Jan Domann mit seinem SC Spremberg alle Liga-Spiele gewinnen können. Jetzt warten aber die beiden Aufeindertreffen mit den unmittelbaren Verfolgern aus Luckau und Herzberg. FOTO: FuPa Brandenburg
Spremberg. Die Fußballer vom SC Spremberg haben in der Landesklasse noch keinen Punkt abgeben müssen. Was der Bilderbuch-Start wert ist, werden aber erst die nächsten beiden Spiele zeigen. Die Gegner heißen Luckau und Herzberg. Von Steven Wiesner

Wer in dieser Saison aus der Landesklasse Süd aufsteigen will, muss am SC Spremberg vorbei. Zumindest ist das die Botschaft der ersten sechs Spieltage. Die Slamener sind in der bisherigen Spielzeit kaum aufzuhalten, nehmen die Maximalausbeute von 18 Zählern mit in Spieltag Nummer sieben und stehen nach dem Sieg im Elfmeterschießen vergangene Woche gegen Wacker Ströbitz II auch im Viertelfinale des Niederlausitzer Kreispokals.

Läuft also beim SCS. Laut Kapitän und Co-Trainer Jan Domann gibt es drei Gründe für den Aufschwung im Hubertusweg: „Wir haben kaum Abgänge verkraften müssen und sind daher sehr eingespielt. Wir haben uns punktuell verstärken können. Und wir haben wieder eine zweite Mannschaft ins Leben gerufen, die gut besetzt ist und uns auch mal aushelfen kann.“ Und passenderweise grüßt sie genauso wie die erste Mannschaft von der Tabellenspitze (in der 2. Kreisklasse Niederlausitz).

Deswegen hat Domann gerade so viel Spaß wie schon lange nicht mehr auf dem Fußballplatz. Seit zwölf Jahren kickt der 29-Jährige jetzt im Männerbereich für den SC Spremberg. „Das ist aber das Beste, was ich erlebt habe.“

Trainer Michael Thiele sieht noch ein viertes Argument für den derzeitigen Erfolg seiner Elf: die Defensive. „Sie ist unser Paradestück.“ Nur zwei Jubelschreie der Gegner ließ Spremberg bislang zu - und stellt damit ligaweit die beste Abwehr. Mit Herzberg hat aber auch nur ein Team mehr Treffer produziert als der SCS. „Vorne geht immer was“, sagt Domann und denkt wahrscheinlich an Toptorjäger Pascal Scheider (sechs Tore) oder Topvorlagengeber Franz Goethel (sechs Assists). Hervorheben will der Kapitän aber niemanden. „Jeder hat seinen Anteil daran, wo wir gerade stehen.“

Es wird allerdings spannend zu beobachten sein, ob die Spremberger in ein paar Wochen immer noch da stehen, wo sie stehen. Denn am Samstag reist der Spitzenreiter zum Tabellendritten nach Luckau. Domann: „Da haben wir letztes Jahr zweimal verloren. Es war auch überraschend, dass sie letztes Jahr nur Zehnter wurden.“ Eine Woche später empfängt der SCS dann den Zweiten aus Herzberg. „Das werden Standortbestimmungen“, sagt Coach Thiele. „Jetzt trennt sich die Spreu vom Weizen. Jetzt zeigt sich, wie stabil wir sind.“ Und es zeigt sich, ob die Botschaft der ersten sechs Spiele auch die Botschaft der Saison werden könnte.