Das ist ein interessanter Vormittag mit vielen Informationen rund um das Thema "Zeitgemäße Abwasserbehandlung und technische Innovationen" gewesen - so das Fazit nach einem zweistündigen Besuch bei LKT. Das Unternehmen gewährte einen Blick in die Produktion, der verdeutlichte, wie Techniker und Entwickler zusammenarbeiten, wie die Vermarktung der innovativen Produkte erfolgt.

Geschäftsführer Michael Müller stellte das Unternehmen vor, das mancher noch unter anderem Namen kannte. "Auf meiner Mehrkammergrube steht Kordes, sie stammt aus dem Werk hier", sagte Jürgen Vogt aus Gießmannsdorf. Der Geschäftsführer machte einen kurzen Abstecher in die Firmengeschichte, die auch ihre schwierigen Zeiten hatte, wie er einräumte. LKT hat sich in Duben etabliert und bediene den ostdeutschen Markt, die Firma Kordes sei weiterhin in Vlotho (NRW) ansässig und in den westlichen Bundesländern präsenter.

"Wir haben hier seit 1994 auf einem Grundstück von rund 80 000 Quadratmetern das Unternehmen entwickelt. Bis 1999 wurden zwölf Millionen Euro investiert, danach weitere vier Millionen Euro", sagt Michael Müller. Im vergangenen Jahr wurde das Bürogebäude einschließlich Schulungsraum erweitert und modernisiert. Gegenwärtig beschäftigt das Unternehmen 60 Mitarbeiter in der Produktion, in Forschung und Entwicklung sowie im Außendienst im In- und Ausland. Der Produktionsschwerpunkt von LKT sind biologische Kleinkläranlagen und Kläranlagen ab 50 bis maximal 10 000 Einwohner. "Die größte Anlage haben wir bisher in Lettland für 7500 Einwohnerwerte gebaut", sagte er.

Torsten Hansen, bei LKT für Forschung, Entwicklung und Export zuständig, erklärte die technische Wirkungsweise von Kleinkläranlagen und Pumpstationen, ehe es in die Produktion ging. Beim Weg über das Gelände gab es noch einen kurzen Einblick in die Logistik. Wie Geschäftsführer Müller erklärte, hat LKT einen eigenen Fuhrpark. Es müssen die Zuschlagstoffe für die Betonproduktion herangefahren werden. Und die Anlagen werden komplett in Duben gebaut und zum Grundstück des Kunden, wo sie nur noch angeschlossen werden.

Wie die Betonbehälter in unterschiedlichen Größen produziert werden, erfuhren die Besucher dann in den Hallen - und sie waren von den Qualitätsanforderungen beeindruckt. Weitere Besuchsstationen waren die Montageabteilung sowie das Lager und die Werkstatt, in der die elektronischen Bauteile je nach Kundenwunsch zusammengestellt werden.

"Wir haben auch eine Kleinkläranlage", sagte Ramona Seehaus aus Kasel-Golzig. Und ihr Sohn Martin Rossa wollte einfach etwas für seine Allgemeinbildung tun. "Ich möchte Lehrer werden", erklärte der 17-jährige Gymnasiast. Ein Vormittag, der vielfältige Einblicke bot, war es auch für Bernd Schulze und Frank-Peter Spröte. Die beiden Dauer-Sommertour-Teilnehmer waren aus Lübbenau nach Duben gekommen - so wie andere aus Luckau, Dahme, Golßen, Märkische Heide oder Groß Beuchow.

Zum Thema:
Die nächste Sommertour führt am Dienstag, 9. August, nach Lübben. Die Teilnehmer begeben sich auf die Spuren von Paul Gerhardt. Der Besuch des neuen Paul-Gerhardt-Zentrums im "Schloss am Hain" steht auch auf dem Programm. Treff ist um 10 Uhr vor der Kirche am Markt.