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Spanisches Feuer in Luckau

Theresa Lantez zeigt den Luckauern die kraftvollen Bewegungen des Flamencos.
Theresa Lantez zeigt den Luckauern die kraftvollen Bewegungen des Flamencos. FOTO: Anja Brautschek
Luckau. Ein leuchtend roter Rock, der sich schwungvoll zur Musik bewegt, das spanische Feuer im Blick und leidenschaftliche Rhythmen, die den Klostersaal der Luckauer Kulturkirche erfüllen. Anja Brautschek

Mit dieser Mischung begeistert Flamencotänzerin Theresa Lantez die etwa 50 Besucher beim spanischen Nachmittag. Bei Kaffee und Kuchen, den die Ninnemann-Stiftung reichte, genießen sie die Darbietungen der Berlinerin.

"Der Flamenco ist von vielen Kulturen und Ländern inspiriert", erklärt Theresa Lantez den Besuchern. So seien beispielsweise die typischen Handbewegungen von indischen Tänzen angeregt. Gelernt hat die Berlinerin diese Bewegungen und andere Schritte von ihrer Mutter, die ebenfalls Flamencotänzerin ist. Von den Takten und der Musik begeistert, hat sie eine Zeit lang im spanischen Sevilla, die Hauptstadt des Flamencos, gelebt. "Dort habe ich die vielen Möglichkeiten und Facetten des Tanzes kennengelernt."

Auf Nachfrage aus dem Publikum erklärt die Tänzerin außerdem, wie wichtig das richtige Schuhwerk ist. "Was für den Musiker das Instrument ist, sind beim Flamenco die Schuhe", sagt sie. Denn Nägel aus Metall an den Sohlen sorgen für einen guten Klang und unterstützen gleichzeitig den Rhythmus der Musik.

Auch die Luckauer werden davon mitgezogen. Sie wippen mit den Füßen im Takt der Musik und klatschen begeistert Beifall. "Ich bewundere die Tänzerin. Sie muss viel Selbstbewusstsein haben, um allein auf der Bühne das Publikum mitzureißen", sagt Brigitte Fuhrmann. Auch Renate Sämisch hat das Temperament und die Musik gefallen. "Noch vor einen Monat war ich in Kuba. Der Auftritt hat mich an den Urlaub dort erinnert", sagt die Gießmannsdorferin. Sie besucht gern und häufiger Veranstaltungen der Ninnemann-Stiftung. "Es ist sehr abwechslungsreich. Mal gibt es interessante Reiseberichte, ein anderes Mal musikalische Darbietungen", sagt sie.

"Wir versuchen jeden Monat mindestens ein wechselndes Programm zu organisieren", erklärt Maria Brümmer von der Stiftung. Zum Flamenco seien sie eher zufällig gekommen. "Theresa Lantez kam auf uns zu, weil sie hier ihr Künste präsentieren wollte. Kennengelernt hat sie die Stadt durch ihren Vater, Prof. Butter. Er ist ein großer Spanien-Liebhaber und hat im letzten Jahr in Luckau einen Vortrag gehalten", sagt sie.

Die nächste Veranstaltung der Ninnemann-Stiftung findet am Mittwoch, 9. April, statt. Die Berlinerin Antje Schneider hält eine Lesung zum Thema Kurschatten. Dazu gibt es musikalische Begleitung. Beginn: 19 Uhr.