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| 18:15 Uhr

Luckau
Sonnenbad im Tulpenblütenmeer

In voller Pracht und vielen Farben präsentierten sich tausendeTulpen am Sonntag im Luckauer Laga-Park. Von Ahrenshoop bis zur Zugspitze konnten die Besucher beim Tulpenfest diesmal Deutschland erleben und zwischendurch ein Erinnerungsfoto an diesen strahlenden Frühlingssonntag inmitten der Blütenpracht schießen.
In voller Pracht und vielen Farben präsentierten sich tausendeTulpen am Sonntag im Luckauer Laga-Park. Von Ahrenshoop bis zur Zugspitze konnten die Besucher beim Tulpenfest diesmal Deutschland erleben und zwischendurch ein Erinnerungsfoto an diesen strahlenden Frühlingssonntag inmitten der Blütenpracht schießen. FOTO: Birgit Keilbach
Luckau. Luckauer Fest lockte mit einer Reise durch Deutschland in den Laga-Park.

In diesem Jahr hat alles perfekt gepasst. Tausende voll erblühte Namensgeberinnen streckten am Sonntag zum Tulpenfest ihre roten, gelben, violetten, weißen und geflammten Blütenköpfe der Sonne entgegen. In entspannter Atmosphäre wandelten die Besucher auf den Parkwegen entlang, bewunderten die Blütenpracht der Bäume und Hecken, in Blumenkästen am Wegesrand und genossen diesen herrlichen Frühlingstag.

Luckaus Bürgermeister Gerald Lehmann dankte den Einwohnern, dass sie den vor 18 Jahren zur ersten Landesgartenschau Brandenburgs entstandenen Stadtpark so gut angenommen haben, sich für ihn mit großem Engagement ehrenamtlich einsetzten.

„Luckau ist eine Perle, eine der schönsten Städte Brandenburgs“, brachte der Chef der Potsdamer Staatskanzlei, Thomas Kralinski, seine Bewunderung zum Ausdruck. Wie Amsterdam sei es im 13. Jahrhundert gegründet worden, umfasse rund 200 Quadratkilometer Fläche und sei durchaus auch eine Stadt der Tulpen. Nun müsse es nur noch so bekannt werden wie die holländische Metropole. „Der Park mit diesem Fest, seinen lauschigen Ecken und Plätzchen zeigt, wie Lagas funktionieren können“, lobte er, was Luckau aus der Chance des Jahres 2000 gemacht hat.  

Auf der Bühne nahmen Künstler die Zuschauer auf die Reise durch die verschiedensten Regionen Deutschlands, denn das Motto in diesem Jahr lautete: „Von Ahrenshoop bis zur Zugspitze“. Auch im Park konnten die Gäste verschiedenen Akteuren aus allen Ecken Deutschlands begegnen.

Die Theaterloge Luckau bot das Mainzer Dreigestirn auf, fesche bayrische Mädels und Jungs, Berliner Ghetto-Gören und zwei Brockenhexen. Diese hatten auf der großen Wiese einen magischen Kreis errichtet. „Am Tage sind wir gute Wesen, nur nachts treiben wir Unfug“, erklärten Evelin Böhmchen und Gabi Schönig.

Sogar Luckaus Pfarrer Martin Meyer ließ sich auf das Hexenspiel ein und wünschte sich etwas. Winfried Schmidt hatte das Prozedere mit den Hexenbesen schon hinter sich. „Das Tulpenfest ist einmalig gut gelungen, und mit der Tulpenblüte haben wir dieses Mal richtig Glück gehabt“, schwärmte der Luckauer.

Die in Berlin lebende, ehemalige Thailänderin Chen von Sanden war mit ihrer Freundin aus dem fernöstlichen Land nach Luckau gekommen und von der Stadt begeistert. „Die Stadtmauer hat uns fasziniert und das ganze Stadtbild mit den alten Gassen und den schönen Häusern ist toll“, beschrieb sie ihren Eindruck. Die vielen Blumen im Laga Park beeindruckten die Frauen ebenso. „Es ist eine sehr schöne Anlage“, ergänzte Chen von Sanden.

Heidi und Reinhardt Trojca waren von der Pferdevorführung des Reitklubs Luckau-Wierigsdorf begeistert. „Die Schau war sehr schön und dafür, dass die Kinder das erst seit zwei Monaten machen, war es sehr gut“, schätzte die Pferdefreundin ein. Ein schönes Erlebnis sei das für die Kinder, ergänzte ihr Mann Reinhardt, der sich dabei an seine eigenen Ritte ohne Sattel zum Schmied in der Kindheit erinnert hatte.

Viel Interesse fand die Präsentation von Graupapageien und anderen Exoten an der Voliere. Hans-Jürgen Fengler von der Auffangstation für Papageien in Schollen hatte viel zu erklären und führte viele Gespräche. „Daraus habe ich Hoffnung gewonnen, dass es mit der Nutzung der Voliere weitergehen kann“, sagte er.

Lebensfreude pur versprühten Regina Schulze und Sonja Urbanz, die sich extra für das Fest als Matrosen kostümiert hatten. Da kamen die singenden Matrosen Hardy Schulze und Andreas Leidel gerade passend des Weges. Gemeinsam schmetterten sie „La Paloma ohé“.

„Das Bühnenprogramm ist wirklich deutschlandweit aufgestellt, eine gute Idee ist dieses Thema“, erklärte Regina Schulze. Sonja Urbanz kommt jedes Jahr aus Hänchen bei Cottbus zum Tulpenfest. „Alle geben sich viel Mühe und die Atmosphäre ist sehr ansprechend. Es ist immer wieder ein Erlebnis“, resümierte sie.