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| 09:52 Uhr

Sonne und Regen in der Gemeinde Heideblick

Viel Regen gab es im ersten Jahr auf der Waldbühne in Gehren. Die erhofften Besucherzahlen wurden daher nicht erreicht. Für dieses Jahr sind bereits zahlreiche Höhepunkte fest geplant.
Viel Regen gab es im ersten Jahr auf der Waldbühne in Gehren. Die erhofften Besucherzahlen wurden daher nicht erreicht. Für dieses Jahr sind bereits zahlreiche Höhepunkte fest geplant. FOTO: Christoph Wolf/Gudrun Driesen
Gemeinde Heideblick. Das Jahr 2004 ist Geschichte. Trotz engem finanziellen Spielraum wurden in der Gemeinde Heideblick viele Dinge auf dem Weg gebracht. Die RUNDSCHAU sprach mit Amtsleiterin Marlis Martin über das vergangene und das begonnene Jahr.

Das Jahr 2004 ist zu Ende. Wenn Sie zurückblicken, wie fällt Ihre Bilanz aus? Was waren die erfreulichen und was die weniger erfreulichen Dinge in der Gemeinde und welche Höhepunkte gab es? Das Jahr verlief zufriedenstellend. Wir haben 2004 in 28 verschiede Maßnahmen 700 000 Euro investiert. Den größten Teil davon im Straßenbau in Bornsdorf und in Falkenberg. In Falkenberg wurden außerdem noch der Dorfanger und die Grünflächen saniert. Beide Orte sind im Dorferneuerungsprogramm. Ein Höhepunkt war gleich Anfang des Jahres die Teilnahme und Darstellung unserer Gemeinde auf der Grünen Woche in Berlin. Besonderen Zuspruch fand dabei der Heimatverein Wehnsdorf.

Negativ war sicherlich die Schließung der modern und sehr gut ausgestatteten Gesamtschule Lan-gengrassau.

Die Gemeinde Heideblick hatte sich auch zum Ziel gesetzt, das Wohnumfeld und die Bedingungen zu verbessern, was wurde in diesem Bereich erreicht? In Gehren wurde zum Beispiel die Fließbrücke erneuert. In Wüstermarke konnte nach langer Zeit der Fußgängerweg über den Bahnübergang und die Bushaltestelle am Spring erneuert werden. In einigen Orten wurde die Straßenbeleuchtung erweitert. Im Jugendklub Langengrassau konnte die Heizungsanlage durch Fördermittel vom Landkreis Dahme-Spreewald umgerüstet werden.

Apropos Jugend, wie sieht es in diesem Bereich aus? Die Jugendarbeit hat sich in der Gemeinde positiv entwickelt. Wir werden gemeinsam mit den Ortsbürgermeistern weiterhin daran arbeiten, dass wir den Jugendlichen ein ansprechendes Umfeld bieten können.

Die Feuerwehren nehmen in den Dörfern oft einen großen Stellenwert ein. Ist das auch in der Gemeinde Heideblick der Fall? Sicher. Am 22. Mai fand der Gemeindeausscheid aller Freiwilligen Feuerwehren in Wüstermarke statt, was für die ganze Gemeinde Heideblick ein großes Ereignis war. Die Entwicklung der Wehren war positiv, insbesondere die der Jugendwehren. Sie gestalten in vielen Orten das kulturelle Leben mit.

Bei der Landesmeisterschaft in Seelow konnte die Gehrener Jugend-Feuerwehr in der Altersgruppe 13 bis 17 Jahre den Landesmeistertitel erringen. Das war ein schöner Erfolg für die ganze Gemeinde Heideblick, weshalb die Gehrener Jugendfeuerwehr dafür eine Anerkennung vom Bürgermeister Bodo Lott und von der Vorsitzenden der Gemeindevertretung, Renate Kallweit, erhielt.

Das erste Jahr auf der Waldbühne ist vorüber. An vielen Veranstaltungstagen regnete es, wodurch die Zuschauer ausblieben. Es war ein schweres Jahr. Die Veranstaltungen selbst fanden viel Lob bei den Besuchern. Leider war der Sommer nicht so, wie wir uns das für das erste Veranstaltungsjahr gewünscht hatten. Natürlich hätten wir gern mehr Besucher gehabt.

Auf der letzten Gemeindevertretersitzung wurde der Austritt aus dem Tourismusverband beschlossen. Wie will die Gemeinde das kompensieren? Mit dem Beschluss zum Austritt aus dem Tourismusverband sind wir nun verpflichtet, hier künftig selbst mehr Aktivitäten zu entfalten und uns als Nischenanbieter zu behaupten. Warum soll nicht eine Reisegruppe, die im Spreewald oder Luckau den Vormittag verbringt, anschließend in einer unserer schönen, in der Natur liegenden Gaststätten im Gemeindegebiet sein Mittagessen einnehmen und danach noch eine Veranstaltung auf der Waldbühne besuchen? Entsprechende Pauschalangebote wurden erarbeitet.

Gibt es schon konkrete Termine auf der Waldbühne für dieses Jahr? Der Veranstaltungsplan 2005 ist erstellt und wird fortlaufend ergänzt. So wird es zum Beispiel am 8. und 9. März Frauentagsveranstaltungen geben, am 28. März findet eine Musikveranstaltung "Zauber der Operette" statt. Im April wird es kabarettistische Aufführungen geben. Neu vorgesehen sind auch Kinoabende. Außerdem gibt es mehrere Interessenten, die wieder eigene Veranstaltungen durchführen werden. Und nicht zuletzt hoffen wir, dass der eine oder andere Besucher aus unserer Region den Weg zur Waldbühne finden wird.

Das Geld spielt eine immer größere Rolle. Wie sieht die finanzielle Bilanz für 2004 aus? Muss auch 2005 weiter gespart werden? Der finanzielle Spielraum wird auch für uns immer enger. 2004 werden wir sicher noch zufriedenstellend abschließen. Es wird uns auch gelingen, den aufgelaufenen Fehlbetrag von Walddrehna von 362 000 Euro auszugleichen. Von 1998 bis 2004 konnten wir 240 000 Euro langfristige Darlehen tilgen und trotzdem noch Investitionen tätigen. Die Pro-Kopf-Verschuldung sank in diesem Zeitraum um 38 Euro.

Das Jahr 2005 und die folgenden Jahre werden sehr viel schwerer. Die Finanzausstattung der Kommunen wird kaum besser werden.

Mit Hartz IV sehen viele Bürger auch ganz persönlich große Engpässe auf sich zukommen. Wir werden versuchen, zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft aus Agentur für Arbeit und dem Landkreis (Arge) den Menschen, die vom Arbeitslosengeld II betroffenen sind, Beschäftigungsangebote zu unterbreiten. Fest steht, das wir keine festen Arbeitsplätze vernichten werden. Die Auswirkungen von Hartz IV sind jedoch schwer einzuschätzen und werden sich wohl erst im Laufe des nächsten Jahres zeigen.

Was wünschen Sie sich für das neue Jahr 2005? Gute und kontinuierliche Zusammenarbeit mit allen kommunalen Gremien. Gesundheit für alle Kollegen und unsere Bürger. Eine gute Entwicklung der Gewerbebetriebe unserer Region und im touristischen Bereich, mit dem alles eng verknüpft ist.

In dem Zusammenhang möchten wir uns bei den Freiwilligen Feuerwehren, den Vereinen und allen für unsere Gemeinde ehrenamtlich tätigen Bürgern ganz herzlich für ihre geleistete Arbeit bedanken. Wir hoffen weiterhin auf ihre Unterstützung.

Mit Marlis Martin sprach Lars Hartfelder