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| 01:10 Uhr

„Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen“ wird IBA-Projekt

Wanninchen.. Am 3. April startet das IBA-Projekt „Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen“ . Zur Halbzeit der Internationalen Bauausstellung (IBA) Fürst-Pückler-Land wird ein neues Projekt aufgenommen, das im Tenor des sanften Tourismus Besucher in die Region locken soll. Von Gabriele Bernhardt

Am Standard geführter Touren hält die IBA fest. Der ehemaligen Tagebau Meuro kann ebenso wie das Naturschutzgebiet Grünhaus, das Kraftwerk Plessa und der Weinberg in Fürstlich Drehna durchwandert werden. Wanninchen ergänzt das Angebot mit einer Ausstellung „Verschwundene Dörfer“ und wöchentlichen Wanderungen entlang der Tagebaulandschaft bis hin in den Görlsdorfer Wald.
„Das Team in Wanninchen ist jetzt komplett“ , so der Leiter des Naturparks Niederlausitzer Landrücken, Helmut Donath. Drei hauptamtliche Mitarbeiterinnen und zwei junge Frauen im Freiwilligen Ökologischen Jahr sind jetzt in Naturparkzentrum Wanninchen vor Ort. Sie kümmern sich um die Naturschule, die Betreuung der Flächen und um weitere Projekte. Verstärkt wurde das Team durch Sybille Hartnick.

Lust auf Natur machen
Die 37-Jährige ist jetzt zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit und das Marketing. In der Region, die für den sanften Tourismus wie geschaffen ist, will sie Besuchern Lust auf Natur machen. Durch ihre frühere Arbeit im Planungsbüro der IBA kannte sie Wanninchen bereits ganz gut. „Ideal sind hier die Möglichkeiten für Kinder, aktiv ihre Ferientage zu verbringen“ , sagt sie. Die Naturschule und die Aktionen „Tage voller Wunder“ seien eine beispielhafte Möglichkeit, Schulkinder mit der Natur in Berührung zu bringen und sie für die Umgebung zu sensibilisieren.

Reizvolle Gegensätze
„Mich reizen hier besonders die phantastischen Gegensätze: Auf der einen Seite die ehemalige Tagebaulandschaft und hinter dem Haus das Naturschutzgebiet mit dem Görlsdorfer Wald“ , sagt sie. Als erstes Projekt hat sie deshalb geplant, ab April immer sonntags Expeditionen rund um das Naturparkzentrum anzubieten. Das sei eine Zeit, in der die Touristen ohnehin ihre Hotels oder Pensionen verlassen müssten. Für den, der also auch den Tag noch hier verbringen möchten, sei das kein Problem. „Die geführte Wanderung gibt Einblicke in die zwei unterschiedlichen Schutzgebiete“ , erklärt sie. Denn in Wanninchen grenzen die über Jahrtausende gewachsenen Kulturlandschaft an die in wenigen Jahren durch die Kohle veränderte Landschaft aneinander. Dazu komme die Uferschwalbenwand und der Naturerlebnisgarten hinter dem Gebäude. Aber auch für die Schlechtwettervariante ist man in Wanninchen gut gerüstet. Sollte es in Strömen regnen, bietet das Naturparkzentrum etliche Möglichkeiten, im Trockenen mit der Natur in Berührung zu kommen. So kann die Ausstellung über das Lebenswerk Sielmanns besichtigt werden oder die Ausstellungsräume über einheimische Tiere oder die Kraniche. „Im April kommt noch eine neue Ausstellung hinzu.“ Den Dörfern der Region, die den Tagebauen weichen mussten, soll diese Exposition gewidmet sein. „Wir hoffen, dass ehemalige Einwohner mit Fotos oder Ausstellungsstücken helfen werden“ , so die gelernte Gartenbauingenieurin. „Denn sie sollen sich in dieser Ausstellung wiederfinden.“

Zum Thema Ausstellung geplant
  Zur Saisoneröffnung in Wanninchen am 3. April soll die Ausstellung „Verschwundene Dörfer“ eröffnet werden. An die Orte, die dem Tagebau weichen mussten, wie Gliechow, Pademagk, Stiebsdorf, Presenchen und Wanninchen, soll dann erinnert werden.
Die Ausstellung endet im Herbst mit einem großen Dorffest.
Ehemalige Bewohner der Tagebaudörfer werden gebeten, für die Ausstellung leihweise Exponate bereitzustellen, wie etwa Fotos oder persönliche Erinnerungsstücke. Ansprechpartner in Wanninchen sind unter der Telefonnummer 03544/55 77 55 zu erreichen.