Nach zehn Minuten (3:3) hatte sich der im Durchschnitt fast doppelt so alte Lübbenauer Kader an die ungestümen Attacken des Gegners gewöhnt und setzte seinerseits Akzente. Die Deckung stand gut, fing die Bälle ab und ein ums andere Mal wurden Konter erfolgreich abgeschlossen. Was noch durch die Deckung kam, war meist eine sichere Beute des wieder gut aufgelegten Torwarts Torsten Borrack.

Der SSV spielte konzentriert seine Chancen aus und weitete den Vorsprung bis zum Halbzeitpfiff auf 20:8 aus.

Mit Beginn der zweiten Hälfte setzte der HC-Trainer auf eine doppelte Manndeckung gegen Vollstrecker und Spielmacher des SSV.

Die Spieler der Heimmannschaft agierten ob des klaren Vorsprungs nachlässig und störten die schnellen Wege des Gegners nicht mehr so konsequent. Kurzzeitig wurde der Spielfluss beim SSV unrund und Bad Liebenwerda schloss zum 25:18 auf.

SSV-Trainer Mario Reinke erkannte die Situation schnell und brachte wieder die erfahrenen Spieler, die den Spielfluss ordneten. So wurde der Vorsprung erneut langsam ausgebaut. Ergänzungsspieler wie Sirko Kerstan und Kai-Uwe Dobberstein entlasteten die erste Sieben und festigten das nötige Ball- und Spielgefühl unter Wettkampfbedingungen.

Am Ende stand ein 36:21-Erfolg gegen einen in dieser Besetzung überforderten Gegner. Bester SSV-Torschütze war Nico Lehmann mit zwölf Treffern.