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| 02:32 Uhr

Segler kehren zurück auf Haussee

Blick auf den Schlabendorfer See von Wanninchen aus: Die Vereinssegler können wieder auf ihren Haussee zurückkehren.
Blick auf den Schlabendorfer See von Wanninchen aus: Die Vereinssegler können wieder auf ihren Haussee zurückkehren. FOTO: LMBV
Schlabendorf. Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) hat mit dem Wassersportverein Schlabendorf einen Nutzungsvertrag für den Schlabendorfer See abgeschlossen. Damit ist der Weg geebnet für die Rückkehr auf den Haussee des Vereins. Ingrid Hoberg

Der Bergbausanierer LMBV ermöglicht den Schlabendorfer Wassersportlern die Rückkehr auf den See vor ihrer Haustür. Parallel zur noch laufenden Gewässergüte-Verbesserung sei eine Nutzungsvereinbarung ab 5. August unterzeichnet worden, teilt das Unternehmen mit. "Die LMBV hat Wort gehalten, den Seglern bei Erreichen einer guten Seewasserqualität auch wieder den begrenzten Zugang auf den Bergbaufolgesee zu ermöglichen", sagt Pressesprecher Uwe Steinhuber.

"Die Teilfreigabe des Restloches 14/15 setzt auch einen bestimmten Wasserstand voraus, der derzeit gegeben ist", erklärt der zuständige LMBV-Projektverantwortliche Dieter Kutzschbach. Der obere Endwasserstand war mit Messung vom 10. Dezember 2012 kurzzeitig überschritten und daher die Wasserfläche für eine Zwischennutzung vorübergehend gesperrt worden. Mit dem Einsatz eines Sanierungsschiffes und der Verbesserung der Wasserqualität konnte von der LMBV das Überschusswasser über eine Pumpstation in das nahe Restloch F übergehoben werden. Der Wasserstand wurde damit wieder abgesenkt. Bei einer Messung vom 19. Mai dieses Jahres lag er bei +59,7 Metern Normalhöhennull (NHN). Die LMBV will den Wasserstand im Bereich der unteren Staulamelle von +59,5 Meter NHN auch künftig halten.

Für die Vereinsmitglieder gelten besondere Verhaltensanforderungen. Gesegelt werden soll vor allem an den Wochenenden. Wenn das Sanierungsschiff der LMBV noch eine Bekalkung durchführt, darf nicht gesegelt werden. Es müssen auch Bojen gesetzt werden, eine Kette wird den für den Verein nutzbaren Bereich abgrenzen. Das muss vor dem regulären Bootsbetriebes passieren.

"Hintergrund ist die Innenkippe im Süden, wo noch Böschungsbewegungen auftreten. Durch übertretende Massen können sich Schwallwellen bilden, so Steinhuber. Diese könnten bei ansonsten ruhigem Wasser voraussichtlich eine Höhe von bis zu 30 Zentimetern erreichen.

Der Wassersport wird bei Tageslicht und ausreichenden Sichtverhältnissen möglich sein, das gegenüberliegende Ufer muss einsehbar sein. Der Zugang zur freigegebenen Wasserfläche ist über die Ein- und Ausfahrt zur Marina und einen daran nach Nordwest anschließenden 100 Meter breiten Uferabschnitt erlaubt.