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| 02:45 Uhr

Sebastian Kulling will Lust auf Geschichte wecken

Auch junge Leute will Sebastian Kulling stärker für die Luckauer Gefängnisausstellung interessieren. Dafür arbeitet er an Ideen.
Auch junge Leute will Sebastian Kulling stärker für die Luckauer Gefängnisausstellung interessieren. Dafür arbeitet er an Ideen. FOTO: be
Luckau. Sebastian Kulling ist seit diesem Monat Mitarbeiter im Luckauer Niederlausitz-Museum. Geboren 1977 in Guben, studierte er Geschichte und Germanistik in Greifswald, ein Masterstudium in mittelalterlicher Geschichte an der Freien Universität Berlin sowie eine zusätzliche Museumsausbildung schlossen sich an. Carmen Berg

So gerüstet, arbeitete er an spannenden, wenngleich bisher stets zeitlich befristeten Projekten.

Sebastian Kulling gestaltete die Dauerausstellung "Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus" mit - war beteiligt von der Idee bis zur Umsetzung. Anschließend führte ihn sein Weg ins Erzgebirge als wissenschaftlicher Mitarbeiter ins Museum Schloss Wolkenstein. Als im Luckauer Niederlausitz-Museum eine Stelle vakant wurde, sei das für ihn ein Glücksfall gewesen, erzählt er. Denn gern wollte er zurück nach Brandenburg, zudem erstmals mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag. Die Gartenstadt kannte er vorher nur vom Hörensagen. Jetzt hat er hier eine Wohnung gefunden. Ihm gefalle die reiche Kulturlandschaft. "Das Museum ist gut organisiert und auch besonders schön", sagt er.

Im Zweier-Team mit Chefin Marina Gadomski kümmert er sich um alle Belange, die in so einer Einrichtung anfallen. Dass das Museum seinen Standort in einem früheren Gefängnis hat, ist für Sebastian Kulling dabei ein reizvoller Aspekt. Ideen und Erfahrungen aus Cottbus, so sagt er, will er einbringen für die museumspädagogische Arbeit an der Luckauer Gefängnisausstellung.

Kinder und Jugendliche noch stärker für lebendige Geschichte vor ihrer Haustür zu interessieren, haben sich Leiterin Marina Gadomski und ihr Mitarbeiter zum Ziel gesetzt. So können sich Schüler gern für Projektarbeiten Rat holen, nach Voranmeldung bietet das Museumsteam auch Führungen zu speziellen Themenwünschen an. Und nicht nur das. Sogar Kindergeburtstag kann im Museum gefeiert werden. "Kinder, die das schon nutzten, hatten viel Spaß", erzählt Marina Gadomski. Es gibt eigene Räume für die museumspädagogische Arbeit mit Gelegenheit zum Spielen und Basteln. Renner bei den Jungen und Mädchen seien die Tiere in der naturkundlichen Abteilung. Sie könnten beispielsweise aber auch sehen, womit die Kinder im Mittelalter und in der Nachkriegszeit spielten.

www.niederlausitzmu seum-luckau.de.