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Schwimmen, Tauchen und Spaß

Wettkampffieber war beim Dahmer Schwimmbadfest zu erleben. Marvin Schäfer wird von seinem Freund Leopold Rose zum Weiterschwimmen angefeuert, weil er schon alle Ringe eingesammelt hat.
Wettkampffieber war beim Dahmer Schwimmbadfest zu erleben. Marvin Schäfer wird von seinem Freund Leopold Rose zum Weiterschwimmen angefeuert, weil er schon alle Ringe eingesammelt hat. FOTO: B. Keilbach
Dahme. Das Schwimmbadfest in Dahme hat eine lange Tradition. Diese soll weiterbestehen, auch wenn sich die Interessengemeinschaft Schwimmbad, die das Fest über zehn Jahre organisierte, im vorigen Jahr aufgelöst hat. Birgit Keilbach

Die Wasserwacht-Gemeinschaft des Ortsverbandes Dahme im DRK-Kreisverband Fläming-Spreewald hat es gemeinsam mit dem Inhaber des Gartenlokals am Schwimmbad, Frank Donath, organisiert.

"Wir wollen das Fest am Leben erhalten, und aus unserer Sicht ist das auch ein Stück weit Nachwuchsförderung", sagte Steffen Rose von der Wasserwacht. So fiel den Besuchern beim Blick vom Eingang aus gleich das Rettungsboot der Schnellen Einsatzgruppe Wassergefahren (SEG) auf. Sechs der aktiven Wasserwachtler aus Dahme gehören dieser an. Über ihre Arbeit als Rettungs- und Bergungstaucher konnten die Gäste vieles erfahren, auch mal auf das Boot klettern, sich alles anschauen und erklären lassen. Nebenan erhielten sie Auskunft darüber, was alles zum Sanitätsdienst gehört. Wer einmal bei der Wasserwacht mitwirken möchte, muss natürlich vor allem sehr gut schwimmen können. Bei verschiedenen Wettbewerben konnten das Mädchen und Jungen gut unter Beweis stellen. Wasserschöpfen und Luftmatratzenpaddeln fanden im Nichtschwimmerbecken statt. Im Schwimmerbecken hieß es dann: Luft anhalten und tauchen. Zunächst auf der ganzen 25 Meter langen Strecke, auf der zudem noch einige Reifen unter Wasser durchschwommen werden mussten. Mathias Manka leitete den Wettbewerb und war ständig dicht von den rund zehn beteiligten Kindern umringt. Doch die Zeiten verriet er ihnen nicht. So blieb die Spannung erhalten. Denn als nächstes galt es, auf der Strecke acht Ringe vom Beckenboden zu holen. Hier durfte zwischendurch aufgetaucht und Luft geholt werden. "Mir hat das am besten gefallen. Ich mag Tauchen", erzählte Patrick Wienigk. Der Elfjährige ist mit seiner Mutter Zhanna im Sommer sehr oft im Dahmer Schwimmbad, auch wenn kein ausgesprochenes Badewetter herrscht. "Wir gehen regelmäßig schwimmen, denn es ist gut für die Gesundheit. Und mit den vielen Spielen für die Kinder ist es heute ein schönes Fest", sagte die Dahmenserin. "Das Schwimmbadfest ist cool und macht auf jeden Fall Spaß", war der zwölfjährige Marvin Schäfer begeistert. Sein Freund Leopold Rose macht schon bei der Wasserwacht mit. "Im Sommer gehen wir bei schönem Wetter hier im Freien schwimmen, im Winter fahren wir nach Luckenwalde", berichtete er.

Auch außerhalb der Schwimmbecken gab es vieles zu erleben. Kinderschminken, Torwandschießen, Glücksrad drehen und weitere Spiele bot die Wasserwacht auf der Wiese an. "Baden, Malen und Musik" umriss die neunjährige Felicitas Linstädt, was ihr am besten gefallen hat. Gemeinsam mit Mutter Marlen, Schwester Virginia und Bruder Adrian erlebte die Prensdorferin das Fest.

Die Bühne hatten die Organisatoren dieses Mal auf der Wiese hinter den Umkleidekabinen aufgebaut. Hier musizierte nach dem Auftakt mit dem Traditionsspielmannszug des TSV Empor Dahme die Mini-Brass-Band aus Falkenberg/Elster. Die Tanzgruppe des Ford-Autohauses Hoffmann zeigte ihr Können. Das sollten eigentlich auch kleine Sänger und Sängerinnen beim ersten Dahmer Sängerwettbewerb. "Leider haben alle vier Teilnehmer, die sich am letzten Schultag gemeldet hatten, einen Rückzieher gemacht", bedauerte die Musiklehrerin an der Dahmer Grundschule, Ruth Ahlert. Die Anregung zum Wettstreit sei aus der Klasse 6a gekommen. Die Jury war auch vor Ort. Doch Alina Brandt, Tabea Lehmann und Lucien Wille konnten nur einen Teilnehmer bewerten. Matthias Stolper rettete ein bisschen den Wettbewerb, präsentierte den Song "Griechischer Wein", wurde von den Zuhörern für seinen Mut mit Beifall bedacht und erhielt den Pokal für den 1. Platz im Sängerwettbewerb.

Danach wurde auch der Schwimmwettbewerb ausgewertet und die erfolgreichsten Teilnehmer erhielten Urkunden: Das Wasserschöpfen und Luftmatratzenpaddeln gewann jeweils Conradin von Bemberg. Hendrick Hinderlich belegte den ersten Platz beim Linientauchen durch die Reifen und beim Ringetauchen. Schnellster auf der 50-Meter-Strecke im Brustschwimmen war Leopold Rose.