Stille herrscht jetzt am Gehrener Schwimmbad. Das Wasser ist abgelaufen, nur am Grund des Schwimmerbeckens ist noch eine Wasserfläche geblieben. Für die Aktiven der Schwimmbadgruppe der richtige Zeitpunkt, bei einem Treffen vor Ort die Saison Revue passieren zu lassen und weitere Aufgaben zu planen.

Seit die Gehrener in Eigeninitiative 2017 ihr Schwimmbad wiederbelebten, kommen die Einwohner sowie Besucher aus den umliegenden Dörfern wieder gern hierher. „Bei den Familien mit kleinen Kindern ist vor allem der große Berg aus feinem Sand beliebt. Dort können sie nach Herzenslust buddeln, spielen und sich im flachen Wasser tummeln“, sagt Ortsvorsteherin Kerstin Richter. Ein Vorteil an heißen Sommertagen sei die gut beschattete Liegewiese. Dort habe während der ganzen Saison Ordnung geherrscht. „Keiner hat irgendwelchen Müll hinterlassen“, lobt sie die Badegäste.

Derartige Aufräumarbeiten könnte die Schwimmbadgruppe auch gar nicht leisten. Deren Mitglieder kümmern sich in ihrer Freizeit um das Bad. Manfred Roigk mäht beispielsweise die Liegewiese zwischen den Einsätzen des Bauhofs der Gemeinde Heideblick. Einen Wildzaun stellten die Gehrener Anfang des Jahres auf, damit keine Wildschweine die Fläche zerwühlen. Regelmäßig halten sie den Zufluss von der Quelle sauber. Herabfallendes Laub und Äste sind wegzuräumen. Bei den Arbeitseinsätzen packen alle Schwimmbad-Aktiven mit an. „Auch die Kinder sind mit Eifer beim Grabenreinigen dabei, ihnen macht das richtig Spaß“, sagt Nicole Jäde, die mit Sohn Oskar zum Arbeitstreffen gekommen ist.

„Die Quelle hat den ganzen Sommer über Wasser gegeben, sodass die Wasserqualität stets in Ordnung war, trotz der heißen Temperaturen“, betont Manfred Roigk. Dieser ständige Wasseraustausch sei schon immer Vorteil des Gehrener Schwimmbades, das vor mehr als 60 Jahren in Eigeninitiative von den Einwohnern gebaut wurde. Damit das in Zukunft so bleibt, soll in diesem Frühjahr auch die zweite Hälfte des Quellzuflusses gereinigt werden. „Dafür muss allerdings erst noch ein Steg gebaut werden“, erläutert der Gehrener.

Zunächst stehen jedoch erst einmal die Winterarbeiten an. „Wenn der Boden gefroren ist, müssen wir alles abmähen, was im Flachwasser neben dem Nichtschwimmerteil gewachsen ist und auch das Schilf auf der neuen Böschung“, nennt Steffen Klauck vom ortsansässigen Garten- und Landschaftsbaubetrieb eine Aufgabe.

Anders sei es bei dem lehmigen Untergrund nicht möglich. Positiv ausgewirkt habe sich, dass im vergangenen Winter das Schwimmerbecken noch einmal vertieft wurde.

Mit dem Aushub wurde die die Böschung an der Stirnseite im Eingangsbereich neu aufgeschüttet. Während des Sommers ist dort Schilf gut aufgewachsen und ergänzt die naturnahe Optik des Teiches mit Seerosen und Wasserlilien optimal.

Langfristig soll die Sohle des Schwimmerteils mit Beton versiegelt werden. „Sonst bekommen wir das mit dem Pflanzenaufwuchs nicht in den Griff. Früher lagen dort Betonplatten, die das verhindert haben“, sagt Kerstin Richter. Dafür jedoch seien weitere Spenden nötig.

Wer das Vorhaben unterstützen möchte, kann dies mit einer Einzahlung auf das Schwimmbad-Konto (IBAN: DE 98 1203 0000 0010 6124 97; BIC: BYLADEM1001; Kennwort: Schwimmbad Gehren) bei der Gemeinde Heideblick tun.