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| 01:02 Uhr

Schulsystem wird übersichtlicher

DAHME-SPREEWALD.. In einer Pressemitteilung berichtet Reinhard Wenzel, Kreisvorsitzender der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik, vom Besuch des Staatssekretärs Martin Gorholt in Wildau, der Interessierten kürzlich das neue Schulstrukturgesetz erklärt hatte, das seit Dezember

Gesetz ist. Demnach würden mit dem kommenden Schuljahr die Realschulen und Gesamtschulen ohne gymnasiale Oberstufe in Brandenburg in einer neuen Schulform, der Oberschule, aufgehen.
30 Bürger seien gekommen, so heißt es, um die Ausführungen von Staatssekretär Martin Gorholt vom Potsdamer Bildungsministerium, unterstützt von den Landtagsabgeordneten Tina Fischer und Sylvia Lehmann, zu hören.
Gorholt habe erklärt, dass der Grund für die neue Schulform vor allem die demographische Entwicklung sei. Viele Orte im ländlichen Raum könnten keine zwei Schulformen mehr tragen. In einigen Bereichen würden Realschulen die Funktion der Gesamtschule übernehmen, da keine andere Schule erreichbar sei. Die Gesamtschulen mit gymnasialer Oberstufe würden so lange be stehen bleiben, wie eine Oberstufe zustande kommt. Seien in einem Jahr zu wenig Schüler vorhanden, werde die Schule im darauf folgenden Jahr zu einer Oberschule umgewandelt.
Ob die Oberschulen integrativ (also als Gesamtschule) oder kooperativ (mit einem Real- und einem Hauptschulzug) arbeiten, bleibe der Schule selbst überlassen. Gorholt habe allerdings darauf verwiesen, so Reinhard Wenzel, dass die Bildung von Hauptschulklassen mancherorts schwierig werden dürfte. Diese Klassen dürften demnach zwar kleiner als Realschulklassen sein (im Extremfall 12 in der Hauptschulklasse, 28 in der Realschulklasse), aber müssten auch die erst mal vorhanden sein. Sonst werde die Schule wohl auf ein integratives Modell umsteigen. Viele Realschulen Brandenburgs würden bereits von sich aus das inte grative Modell bevorzugen.
Auf die Frage des Vorsitzenden des Kreisschulbeirats zu Auswirkungen der Neuregelung auf die Schülerbeförderung habe Sylvia Lehmann geantwortet, es sei davon auszugehen, dass der Weg zur nächstliegenden Schule aller Schulformen weiterhin bezuschusst werde.
Die Ängste, es würden jetzt Schulbezirke eingerichtet, seien zudem unbegründet, so Wenzel weiter. Nur wenn bei einer Schule mehr Anmeldungen vorlägen, als angenommen werden können, würden zu 50 Prozent der Wohnort, zu 50 Prozent besondere Gründe wie Fächerprofile, Geschwister usw. berücksichtigt.
Wichtig bleibe vor allem die Qualitätsentwicklung der Schule - ein Projekt, dem sich die Landesregierung bereits erfolgreich angenommen hätte, so Reinhard Wenzel. Brandenburg bekomme jedenfalls ein übersichtlicheres und durchlässigeres Schulsystem, heißt es abschließend. (red)