Nach dem Aus der Gesamtschule Langengrassau und dem Zuspruch zur Grundschule in Walddrehna, der auf seltsamen Wegen erzwungen wurde, geht es nun in die nächste Runde im Kampf um den Standort der Grundschule im Amt Heideblick.
Eine Abwägung beider Standorte ergibt: In beiden Schulen wurden etwa 650 000 Euro investiert. Beide Schulen haben die benötigte Kapazität, um alle Schüler aufzunehmen. Langengrassau liegt zentraler, und somit wäre die Belastung des Schulweges gleichmäßig verteilt.
Die vorhandene Bushaltestelle in Walddrehna liegt an der Hauptstraße, und somit sind die Schüler gezwungen, an dieser Straße zur Schule zu gehen. In Langengrassau liegt die Haltestelle in einer verkehrsberuhigten Zone, und diese grenzt am Schulgelände. Daraus folgt eine weit geringere Gefährdung durch den Straßenverkehr.
Die Betreuung im Hort ist an beiden Standorten möglich, wobei die Kapazität in Walddrehna schon an ihre Grenzen gestoßen ist. Wie aus dem Hort in Langengrassau zu erfahren war, sind noch ausreichend Plätze vorhanden. Der Freizeitplatz wird auch gerade verbessert und lässt somit wieder neue Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung zu.
Großer Nachteil der Schule in Walddrehna ist die Erreichbarkeit bei Notfällen. Zum Ersten ist die Weglänge zu nennen, die von der nächsten medizinischen Einrichtung in Luckau etwa 18 Kilometer entfernt liegt, zum Zweiten, der zu überquerende Bahnübergang an der Strecke Berlin/Doberlug-Kirchhain, wo ein höheres Zugaufkommen besteht.
Der Weg nach Langengrassau wäre etwa vier Kilometer lang. Über die neue Umgehungsstraße von Luckau ist die Erreichbarkeit in etwa drei Minuten möglich und dies kann in Notfällen schon entscheidend sein.
Aus der traditionellen Sicht ist zu sagen, dass die Schule in Walddrehna im Zuge der damaligen NVA mit errichtet wurde. Die Schule in Langengrassau wurde in mühseliger Arbeit von den Dorfbewohnern und den Betrieben der Umgebung geschaffen.
Den damaligen fleißigen Helfern sind die sehr traurigen Augen immer noch anzusehen, wenn sie vor dem jetzt so ruhigen Gebäude stehen. Sie wollen es nicht glauben, dass es einfach so vorbei sein soll.
Die Langengrassauer Eltern gehen davon aus, dass die Entscheidung über den Schulstandort mit großer Vernunft entschieden wird.