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Sanierung geplant
Schulhof in Walddrehna entsteht nach dem Baukastenprinzip

So sieht der erste Entwurf von Mandy Vogel aus. Deutlich erkennbar sind die unterschiedlichen Spielbereiche. Die Planungen sollen nun gemeinsam mit Gemeinde, Schule und Kita weiter ausgearbeitet werden.
So sieht der erste Entwurf von Mandy Vogel aus. Deutlich erkennbar sind die unterschiedlichen Spielbereiche. Die Planungen sollen nun gemeinsam mit Gemeinde, Schule und Kita weiter ausgearbeitet werden. FOTO: Mandy Vogel
Walddrehna. Außenanlagen der Grundschule sollen saniert werden. Planer wird von Gemeinde beauftragt. Von Anja Brautschek

Der Schulhof der Walddrehnaer Grundschule soll ein neues, modernes Gesicht bekommen. Der erste Schritt dafür ist gemacht. In der jüngsten Gemeindevertreter-Sitzung von Heideblick beschlossen die Mitglieder einstimmig, Mandy Vogel von der IST Ingenieur-, Tief- und Straßenbau Vogel mit der Planung des Vorhabens zu beauftragen.

Der Bauausschuss hat sich zuvor für die Beauftragung dieses Planungsbüros ausgesprochen. „Das Gesamtkonzept hat uns überzeugt. Es ist für unsere Gemeinde realistisch angesetzt, und man kann es bei Bedarf nach und nach umsetzen“, erklärt Dietmar Becker (CDU). Insgesamt zwei Planungsbüros haben jeweils einen Vorschlag für die Neugestaltung des Schulhofes getätigt. Beide basieren auf eine Art Baukastenprinzip. Dazu wird der Schulhof in verschiedene Bereiche mit unterschiedlichen Aufgaben aufgeteilt. Das schafft Übersichtlichkeit und ermöglicht eine Stückweise Sanierung. Insgesamt ist das Grundstück der Grundschule rund 17 000 Quadratmeter groß. Vor allem der vordere Bereich ist sanierungsbedürftig. Die großen Betonplatten sind zum Teil gebrochen oder heben und senken sich. Kinder können so beim Toben stolpern und sich verletzen. Es ist eine Gefahrenquelle.

Aus diesem Grund soll nun alles saniert und neu strukturiert werden. Nach Ansicht von Planerin Mandy Vogel müssten für die Sanierung mindestens zwischen 230 000 und 300 000 Euro investiert werden. „Das halte ich für realistisch. Sehr viel mehr wird es vermutlich nicht werden können, sehr viel weniger aber auch nicht“, stimmt Bürgermeister Frank Deutschmann dieser ersten Kostenschätzung zu. Der erste Entwurf von Mandy Vogel stieß schon bei den Bauauschuss-Mitgliedern auf Zustimmung. Insgesamt fünf Bereiche sieht sie darin auf dem großen Areal vor. Der vordere Bereich wird weiterhin als Schulhof genutzt und die Betonplatten durch neues Pflaster ersetzt werden. „Je nach Budget gibt es verschiedene Farben und Größen. Ich empfehle aber eine Pflasterung“, sagt Mandy Schulze. Eine Tribüne entlang der Baumreihen dient sowohl als Ruheplatz für die Kinder, als auch als Sitzmöglichkeiten bei Veranstaltungen. „Die Idee gefällt mir“, sagt Norbert Zittlau, Vorsitzender des Bauausschusses. Dahinter könnte sich ein Sportbereich mit einem Mehrzweckfeld angrenzen, den die Kinder für Fuß- oder Volleyball nutzen können.

Die großen Grünflächen könnten zu einem modernen Spielbereich umfunktioniert werden. Um Kosten zu sparen, könnten vorhandene, noch funktionstüchtige Spielgeräte umgesetzt und durch neue, beispielsweise eine Kletterwand oder Balancierstrecke, erweitert werden. Angrenzend soll eine Grill- und Chillecke entstehen. Festinstallierte Liegestühle und ein mobiler Schwenk-Grill könnten für Schul-Veranstaltungen genutzt werden, so die Idee. „Der Schulgarten sollte bleiben. Er könnte mit einfach Mitteln aufgewertet werden“, schlägt Mandy Vogel weiterhin vor. Elemente eines Barfußpfades können die Kinder unter anderem selbst zusammentragen, nennt sie ein Beispiel.

Auf Basis des ersten Entwurfes werden die Planungen für den Schulhof nun fortgesetzt. „Ich möchte gern auch die Kinder mit einbeziehen. Sie sollen es schließlich nutzen“, sagt Schulleiterin Gudrun Glowacki. In die Planungen soll auch die Kita mit einbezogen werden. Dessen Mitarbeiter hatten sich während des Bauausschuss bereits dafür ausgesprochen, den Kita-Spielplatz entgegen der Planungen nicht in den Schulhof-Bereich zu integrieren, sondern am bisherigen Ort zu belassen.