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| 01:26 Uhr

Schon mehrere Waldbrände in Dahme-Spreewald

Waldbrand bei Bahnsdorf; ca. 5 Hektar Wald und Grasfläche, ca. 50 Einsatzkräfte mit 17 Fahrzeugen aus Neupetershain, Bahnsdorf, Senftenberg, Altdöbern, Welzow, Großräschen, Vattenfall, Sedlitz, Sadow, Ortrand, Schwarzheide
Waldbrand bei Bahnsdorf; ca. 5 Hektar Wald und Grasfläche, ca. 50 Einsatzkräfte mit 17 Fahrzeugen aus Neupetershain, Bahnsdorf, Senftenberg, Altdöbern, Welzow, Großräschen, Vattenfall, Sedlitz, Sadow, Ortrand, Schwarzheide FOTO: Steffen Rasche
Luckau/Lübben. Dreimal musste die Feuerwehr am Sonntagnachmittag ausrücken. Bei Alteno, Halbe und Egsdorf bei Luckau stand der Wald in Flammen. red/is/jpr

In Egsdorf sei die Situation besonders kritisch gewesen, so Kreisbrandmeister Ronald Judis. “Die Flammen drohten auf ein Getreidefeld überzugreifen. Doch die Feuerwehr konnte den Brand rechtzeitig stoppen. Der Feldbesitzer verhinderte mit Hilfe eines mit Wasser gefüllten Gülletanks, dass die Flammen sich wieder entfachten.„

Nachdem schon seit Tagen die Temperaturen über 35 Grad liegen, ist die Lage angespannt. Der Wald ist knochentrocken. “Wir hoffen auf einen Gewitterregen am Dienstag. Aber selbst wenn es eine Nacht ordentlich regnet, werden wir die Warnstufen nicht runtersetzen können.„ Zwischen Lieberose und Golßen, Fürstlich Drehna und Märkisch Buchholz gilt, wie im ganzen Landkreis die Waldbrandstufe IV, die höchste Warnstufe.

Daher ruft Kreisbrandmeister Judis zu besonders umsichtiger Verhaltensweise und erhöhter Aufmerksamkeit auf. “Wer eine Gefahrenquelle, die zu einem Waldbrand führen kann, oder einen Waldbrand entdeckt, wird gebeten, unverzüglich den Notruf 112 zu informieren„, appelliert Judis.

95 Prozent der Waldbrände werden von Menschen verursacht, heißt es in einer Pressemitteilung des Landkreises weiter. Schon eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe, ob bei der Radtour oder aus dem fahrenden Auto heraus, kann bei der gegenwärtigen Trockenheit in sehr kurzer Zeit einen katastrophalen Waldbrand auslösen. Brandenburg hat europaweit die höchste Waldbrandrisikostufe und befindet sich damit in einer Gruppe mit ähnlich trockenen Regionen in Portugal, Südfrankreich, Korsika oder Südspanien.

Vor diesem Hintergrund erinnert der Landkreis daran, dass das Rauchen im Wald oder in einer Entfernung von weniger als 50 Meter vom Waldrand verboten ist. Das gleiche gilt erst recht für offene Feuer oder Grills. Bei Verstößen drohen Geldbußen von bis zu 20 000 Euro.

In dieser kritischen Zeit dürfen Autos auch nicht direkt in die Wälder hineinfahren. Das Parken ist nur auf ausgewiesenen Waldparkplätzen gestattet. Das erwähnt der Landkreis deshalb ausdrücklich, damit im Falle eines Falles die Zufahrtswege für Einsatzfahrzeuge und die Feuerwehr frei bleiben.