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| 14:03 Uhr

Pilgerstätte für die Freunde historischer Fahrzeuge
Schönste Oldtimer werden gekürt

Ottma in Dahme ist ein Magnet für Oldtimerfreunde. Vor dem Kavalierhaus werden die Zweirad-Freunde wieder auf ihre Kosten kommen und ihre Erfahrungen austauschen, wie Günter Kischka aus Göritz bei Vetschau und Burghard Fried aus Zossen im vergangenen Jahr.
Ottma in Dahme ist ein Magnet für Oldtimerfreunde. Vor dem Kavalierhaus werden die Zweirad-Freunde wieder auf ihre Kosten kommen und ihre Erfahrungen austauschen, wie Günter Kischka aus Göritz bei Vetschau und Burghard Fried aus Zossen im vergangenen Jahr. FOTO: Birgit Keilbach
Dahme. Oldtimer Award wird am 24. Juni erstmals in Dahme vergeben. Von Birgit Keilbach

Am letzten Sonntag im Juni wird Dahme wieder zur Pilgerstätte für die Freunde historischer Fahrzeuge sowie antiker Schätzchen und Trödelsachen. Der Oldtimer-, Teile- und Trödelmarkt ist inzwischen weit über die Grenzen des Flämingstädtchens hinaus ein Begriff. Kontinuierlich wuchs die Zahl der ausgestellten Oldtimer mit zwei und vier Rädern, immer mehr Oldtimer-Teilehändler sowie Antik- und Trödel-Anbieter bauen ihre Stände im Schlosspark auf.

„Der Ottma gehört inzwischen zu den drei größten Oldtimertreffen in der Region Berlin-Brandenburg. Größer sind nur die Classic-Remise in Berlin-Moabit und die Oldtimer-
show zu Pfingsten in Paaren/Glien“, sagt Dieter Haehnel. Der Berliner Journalist und Oldtimerfan kennt sich in der Szene bestens aus. Seit fünf Jahren gestaltet er mit ebenso begeisterten Kollegen ein Oldtimer-Magazin für die Region. „2015 waren wir erstmals mit einem Infostand in Dahme und konnten in den Folgejahren beobachten, wie das gewachsen ist.“ Die Besonderheit des Ottma sei die Verknüpfung mit dem Teile- und Trödelmarkt. „Dadurch ist das Publikum gemischt, es kommen nicht nur Leute aus der Oldtimer-Szene. Das Dahmer Treffen ist ein richtiges Familienereignis geworden“, sagt Dieter Haehnel.

Doch einen besonderen Höhepunkt gab es bisher noch nicht. „Wir haben uns mit Marco Dastig bei einer anderen Veranstaltung getroffen, kamen ins Gespräch und so entwickelte sich die Idee mit dem Oldtimer Award“, erzählt der leidenschaftliche Oldtimerfan. Es soll in diesem Jahr ein erster Versuch sein, „dann schauen wir, ob es weitergehen kann“, sagt der Reporter.

In sieben Wertungsklassen können sich die Fahrzeuge der Bewertung durch eine Jury und das Publikum stellen. Fahrzeuge bis 2,8 Tonnen Gesamtgewicht vor 1945 sowie Ost- und Westfahrzeuge nach 1945; Motorräder, gleichfalls aufgeteilt nach Ost- und Westkrädern sowie Fahrzeuge vor 1945, und Nutzfahrzeuge aller Jahrgänge, also Lkw, Busse, Traktoren und weitere. Gewertet wird nach einem Punktesystem von eins bis zehn. „Die Stimmen von Jury und Publikum gehen jeweils zur Hälfte in die Gesamtwertung ein“, erläutert Dieter Haehnel. Die ersten drei der jeweiligen Klassen erhalten Pokale, alle weiteren Plätze werden mit Medaillen bedacht. Prämiert werden außerdem der Gesamtsieger nach Punkten und der am weitesten angereiste Teilnehmer.

Präsentiert werden die Fahrzeuge auf einer Rampe vor der Schlossruine, die im vergangenen Jahr erstmals zum Einsatz kam. „Das fand guten Anklang bei den Besuchern“, sagt Marco Dastig vom veranstaltenden Feuerwehr- und Technikverein. Dessen 15 Mitglieder haben in diesen Tagen alle Hände voll zu tun, um das Großereignis vorzubereiten. „Wir haben viele Vereinsfreunde und ihnen nahe Stehende, die uns bei dem Riesenaufwand zur Seite stehen“, sagt Marco Dastig.

Auch die Zusammenarbeit mit der Stadt- und Amtsverwaltung funktioniere sehr gut. Am Veranstaltungstag selbst sind rund 70 Ordner und Helfer von fünf Uhr morgens bis etwa 19 Uhr zu koordinieren. Das muss alles detailliert geplant werden. „Anfangs ging das noch mit Stift und Zettel, heute erstellen wir eine Personalplanung am Computer“, sagt Andrea Dastig. Es werde genau festgelegt, wer zu welchen Zeiten an welchen Stellen im Einsatz sein wird. Einweiser werden überall gebraucht, an den Parkplätzen, den Eingängen, Toiletten, den Stellflächen für die verschiedenen Fahrzeugtypen und auf dem Teile- sowie dem Trödelmarkt.

Montag sind die Vereinsmitglieder nochmals komplett im Einsatz, laufen alle Flächen ab, sammeln den Müll ein, bauen Absperrungen und Verkehrsschilder zurück. „Wir konnten bisher immer das gesamte Veranstaltungsgelände am nächsten Tag komplett gereinigt und aufgeräumt an die jeweiligen Flächeneigentümer zurückgeben“, ist Marco Dastig auch ein bisschen stolz, dass alle Beteiligten voll mitziehen.