ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:33 Uhr

Schöne Momente in blühenden Oasen

Gießmannsdorf. Zum elften Mal haben die Volkshochschule Dahme-Spreewald und der Naturpark Dahme-Heideseen am Wochenende die "Tage der offenen Gärten" veranstaltet. In der Gießmannsdorfer Lindenstraße zum Beispiel machte ein Blinklicht neben üppig blühenden Hortensien die Besucher auf die Gartenwelt von Ursula Knoll und Andreas Hilbig aufmerksam. Birgit Keilbach

Erneut haben sie ihr Tor zum ehemaligen Dreiseitenhof im Luckauer Ortsteil für Gartenfreunde geöffnet. Eine Woche lang hat das Ehepaar seinen Bauern- und Landschaftsgarten für die entdeckungsfreudigen Gäste vorbereitet. "Als wir aus dem Urlaub kamen, stand erst einmal Rasenmähen auf dem Programm", erzählt Andreas Hilbig. Planvoll hat er den Mäher gelenkt, so dass sich auf dem weitläufigen Areal hinter der alten Fachwerkscheune geschwungene Wege zu den verschiedenen, individuell gestalteten Inseln abzeichnen. Sitzgruppen laden im Schatten alter Obstbäume zum Verweilen ein. Der Apfelbaum hat jetzt eine Baumbank um seinen Stamm bekommen und in den Zweigen hängt ein Vogelkäfig. "Zur Blütezeit sah das wunderschön aus", schwärmt Andereas Hilbig. Steht der Wind günstig, dringen die zarten Töne des Glockenspiels vom benachbarten Apfelbaum an die Ohren der hier Verweilenden.

Unweit davon entfaltet eine kleine blühende Oase ihre sommerliche Pracht. Beim Näherkommen ist inmitten der Blumen ein schmaler Bachlauf zu entdecken, der in einen kleinen Teich mündet. Sonnenhungrige können einen Platz im Liegestuhl einnehmen und den Blick frei bis zum Gießmannsdorfer Kirchturm schweifen lassen. "In unserem Bauern- und Landschaftsgarten sollen die Blickachsen unbedingt erhalten bleiben", erläutert Ursula Knoll.

Vor rund fünf Jahren zog das Ehepaar von Berlin-Lichtenrade nach Gießmannsdorf. "Wir hatten dort ein ziemlich eng bebautes, kleines Grundstück. Für den Ruhestand suchten wir nach einem größeren, in dem wir noch vieles gestalten können", ergänzt sie. Dem entsprechend werde der vorhandene Obst- und Laubbaumbestand gezielt um weitere Gehölze ergänzt. Zwischen zwei Birken streckt eine kleine Trauerweide ihre jungen Zweige aus. "Sie soll diesen Bereich abgrenzen und eine schattige Ruhezone werden, in der man sich ungestört aufhalten kann", weist die Hobbygärtnerin auf ein weiteres Detail hin, das in diesem Jahr neu entstanden ist.

In der alten Fachwerkscheune lädt allerlei Trödel zum Stöbern ein, willkommener Aufenthalt für die Besucher nach dem Gartenrundgang am heißen Sommertag. "Es ist immer interessant, sich in anderen Gärten Ideen für den eigenen zu holen. Jeder Garten hat einen eigenen Stil, das ist das Schöne daran", sagt Ella Ackermann aus Cottbus, die sich zuvor schon im Straupitzer Garten von Gisela Liebsch und Gerd Mörl umgeschaut hat. Aufgefallen sei ihr eine Gemeinsamkeit: "Beide Paare sammeln alte Sachen, die in den Garten integriert werden", ergänzt die Cottbuserin. Der Berliner Wolfgang Hahn gestaltet bereits seit zwölf Jahren ein Grundstück nahe dem Luckauer Bahnhof. "Ich überlege, ob ich mich damit im nächsten Jahr am Tag der offenen Gärten beteilige", sagt er. Nach Gießmannsdorf sei er gekommen, "um mir die Situation einmal anzuschauen und zu sehen, ob mein Garten standhält", erklärt Wolfgang Hahn.