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| 02:51 Uhr

Schlosspark bekommt Förderchance

Herbst im Dahmer Schlosspark. Mitarbeiter der Firma Zimmermann bergen das Laub vom teilweise sehr alten Baumbestand. Mehr als der Kehrbesen wird nötig sein, um den Park grundhaft zu sanieren. Die Stadt hofft dafür jetzt auf Fördergeld.
Herbst im Dahmer Schlosspark. Mitarbeiter der Firma Zimmermann bergen das Laub vom teilweise sehr alten Baumbestand. Mehr als der Kehrbesen wird nötig sein, um den Park grundhaft zu sanieren. Die Stadt hofft dafür jetzt auf Fördergeld. FOTO: Foto-Zahn/fza1
Dahme. Der Dahmer Ortsbeirat hat am Montagabend vorbereitenden Untersuchungen für das Gebiet "Schlosspark" einmütig grünes Licht gegeben. Folgen die Stadtverordneten am Donnerstag dem Votum, wovon auszugehen ist, bietet sich für das Areal nach Jahren vergeblicher Bemühungen künftig die Chance auf Fördergeld. Barbara Erbe

"Ein Glücksfall, auf den wir schon kaum noch zu hoffen wagten", so Bauamtsleiterin Christina Denkel. Bei einer Arbeitsberatung mit dem Landesamt für Bauen und Verkehr über die Weiterführung der Altstadtförderung in Dahme habe die Stadt Fördermöglichkeiten für den Park und die Schlossruine angesprochen. Bislang waren diese Teile wegen einstiger Pläne für einen Klinikkompex aus dem Altstadt-Sanierungsgebiet ausgeklammert. Nun biete sich jedoch die Chance, die Förderkulisse zu erweitern, so die Bauamtsleiterin. Vorbereitende Untersuchungen seien jedoch die Voraussetzung dafür.

"Es geht darum, den aktuellen Zustand zu dokumentieren und damit nachzuweisen, dass Handlungsbedarf besteht", erklärte Christina Denkel. Insbesondere beim Schlosspark sei ein solcher augenscheinlich. Am Baumbestand, an den Wegen, am Teich müsse sich etwas tun. Für die Schlossruine, die als Kultur- und Veranstaltungsstätte genutzt wird, gebe es Auflagen von der unteren Bauaufsichtsbehörde. Das betreffe beispielsweise den Brandschutz, fügte sie an.

Untersucht werden soll laut Bauverwaltung der gesamte Bereich von Schlossruine, Park, Kavalierhaus, Kornspeicher und Procurand-Seniorenresidenz. Was davon tatsächlich in das erweiterte Sanierungsgebiet eingehen werde, hänge vom Ergebnis der Untersuchungen ab, so Christina Denkel. Für die Seniorenresidenz selbst, einen Neubau, würden so oder so keine Fördermittel fließen, sagte sie auf Nachfrage von Frank Donath (Die Linke). Die Förderrichtlinie erfasse nur Gebäude, die vor 1949 errichtet wurden. Ebenfalls nicht profitieren kann das marode Schützenhaus. Obwohl in Privatbesitz, habe die Stadt versucht, es in das Untersuchungsgebiet einzubringen. Dem habe das Landesamt jedoch nicht zugestimmt, sagte die Bauamtsleiterin.