„Der Standort des geplanten Seehafens liegt räumlich direkt über der von der LMBV zurückgebauten Grubenwasserreinigungsanlage“ , heißt es in der Pressemitteilung.
Dieser Standort sei als Hafenstandort ausgewählt worden, um eine bauliche Anbindung des Ortes an den See zu schaffen. „Gefördert wird diese Maßnahme zu 90 Prozent durch das Land Brandenburg über den Paragrafen 4 des Verwaltungsabkommens zur Sanierung der Braunkohlenaltlasten“ , heißt es weiter. Der Hafen sei zur Nutzung für Freizeitboote ohne Verbrennungsmotore, für Wasserwanderer und für Segler vorgesehen. Die Marina Schlabendorf wird für 42 Boote ausgelegt und die einzige Slipanlage am See beinhalten. Für den Hafenbetrieb sind zwei Holzstege mit einer Länge von 42 bzw. 37 Metern und einer Breite von 1,80 Metern vorgesehen. Die finanziellen Mittel dazu seien von der zuständigen Landesplanungsabteilung des Ministeriums für Infrastruktur des Landes Brandenburg bewilligt worden.
„Wir sind froh über die großzügige Unterstützung“ , erklärt Luckaus Bauamtschef Fritz Frenzel. Vor allem bei den Schlabendorfern käme das gut an, geht doch mit der Marina für sie ein großer Wunschtraum in Erfüllung.
Im Jahr 2004 sei eine Planung in Auftrag gegeben worden, die klären sollte, wie der Schlabendorfer See touristisch aufgewertet werden könne, „ohne eine Konkurrenz zum Fürstlich Drehnaer See zu werden“ , erinnert sich LMBV-Planer Hans-Jürgen Kaiser. Ein Jahr später sei während eines Workshops in Schlabendorf Einigung erzielt worden: Am See solle ein Hafen entstehen, Funktionsgebäude und ein Campingplatz. Luckau habe deshalb einen entsprechenden Antrag an die Landesplanungsabteilung gestellt.
Dies sei eine Standarderhöhung, die auf der Grundsanierung durch die LMBV aufbaue, so Kaiser. „In diese Fällen ist Luckau als Bauherr mit zehn Prozent Eigenmittteln mit im Boot“ , ergänzt Frenzel. Deshalb seien 100 000 Euro im Haushalt eingestellt worden.
Die Planungen für die Marina endeten laut Kaiser im Sommer mit dem Antrag auf eine Baugenehmigung. „Eine Teilbaugenehmigung für den Erdbau liegt jetzt vor“ , sagt er.
„Das ist eine großartige Investition in die Zukunft des Tourismus“ , ist Frenzel überzeugt, der auf Synergieeffekte hofft.