Von Anja Brautschek

Die Grundschule in Golßen entwickelt sich sowohl innen, als auch außen ständig weiter. Denn seit etwa zwei Jahren wird das Sanierungskonzept für die Einrichtung nach und nach realisiert. In mehreren Bauabschnitten soll demnach die Grundschule umfassend saniert werden. Rund 1,5 Millionen Euro wurden für die Vorhaben eingeplant. Wie weit die Maßnahmen bereits vorangeschritten ist, wurde während des Bildungsausschusses am Montagabend deutlich.

Denn viele Maßnahmen wurden in den vergangenen zwei Jahren bereits umgesetzt. Wie der Ausschuss-Vorsitzende Enrico Wendt informiert, wurde unter anderem bereits ein barrierefreier Zugang zur Schule hergestellt. Derzeit in Planung befindet sich das Theatron. Die Fläche der alten Sammelgrube soll beseitigt und an deren Stelle ein überdachtes Gelände mit Sitzgelegenheiten und Unterstellmöglichkeiten für die Wartezeit auf den Schulbus geschaffen werden. Erste Ideen und Vorschläge wurden dafür bereits gesammelt. „Unser Anspruch ist es, möglichst moderne Einrichtungen in der Schule zu ins-
tallieren“, sagt Amtsdirektor Henri Urchs.

Auch zwei Klassenräume sowie das Lehrerzimmer wurden in diesem Jahr mit neuen Möbeln ausgestattet. „Das Lehrerzimmer wurde renoviert und unter anderem der Fußboden neu gemacht. Außerdem wurde eine kleine Küchennische integriert“, erzählt Verwaltungsmitarbeiterin Heike Luplow während der Sitzung.

Eine größere, finanzielle Anschaffung war zudem der Kauf eines Smartboardes. Rund 8000 Euro habe das Gerät gekostet. Damit sei die Grundschule allerdings mit der bislang modernsten Version ausgestattet. Smartboards sind interaktive Tafeln, die mehrere Geräte vereinen: Schultafel, Flipchart, Touchscreen und Display. Es ermöglicht die interaktive Bearbeitung der Lerninhalte. Sowohl Videos als auch Audios können damit abgepielt werden. Gleichzeitig können die digitalen Inhalte auf der Tafel um handschriftliche Informationen ergänzt und abgespeichert werden.

Investitionen in digitale Arbeitsgeräte sind vor allem in der Grundschule Golßen wichtig, da die Einrichtung einen Schwerpunkt auf Medienbildung der Schüler setzt. Im Rahmen des Projektes „medienfit“, dass das Land Brandenburg unterstützt, erarbeiten Lehrer und Schulleitung derzeit ein Medienbildungskonzept. Ziel ist es, fächerübergreifend den Kindern den richtigen Umgang mit Technik und digitalen Plattformen zu vermitteln. „Unser Ziel ist es, alle Klassenräume mit Smartboards auszustatten. Das wird sich aber über Jahre hinziehen“, sagt Heike Luplow.

Noch offen ist ebenfalls die energetische Sanierung der Turnhalle. „Die Arbeiten wurden bereits in diesem Jahr erfolglos ausgeschrieben“, teilt Enrico Wendt mit. Diese Baumaßnahme soll im kommenden Jahr erneut ausgeschrieben und voraussichtlich in den Sommerferien realisiert werden. Auch ein überdachter Bereich für Fahrräder soll folgen. „Bei der Sanierung der Grundschule sollte auch die Instandsetzung der Flure nicht vergessen werden. Die Malerarbeiten schieben sich dort“, sagt der Bildungsausschuss-Vorsitzende.