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| 01:43 Uhr

Sammlerbörse am Ex-Tagebau

Christian Mrose, Ronny Sommer und Steffen Marth (v.l.) möchten Bergbaufans und frühere Bergarbeiter anlocken. Foto: Sascha Klein
Christian Mrose, Ronny Sommer und Steffen Marth (v.l.) möchten Bergbaufans und frühere Bergarbeiter anlocken. Foto: Sascha Klein FOTO: Sascha Klein
Senftenberg. Sie haben im Bergbau gearbeitet oder sind Bergbaufans: Ronny Sommer, Steffen Marth und Christian Mrose wollen zu den Besuchertagen im Lausitzer Seenland Ende Juni eine Sammlerbörse für Bergbauartikel auf die Beine stellen. Die Stände sollen aber auch frühere Bergleute anziehen. Sascha Klein

Das Ziel: ein großes Wiedersehen.

Ronny Sommer hat das Überbleibsel der letzten Fahrt wieder herausgeholt: Das Schild mit der Aufschrift „Letztes Glückauf – Brikettfabrik Fortschritt“ hatte er vor 16 Jahren selbst gemalt.

Der 41-Jährige, der einst E-Lok-Fahrer im Tagebau war, erinnert sich gerne an die Zeiten auf der Strecke zurück, an die Stellwerke, die vielen Kollegen. „Jetzt ist, bis auf die zwei Loks und die F 60, alles weg“, sagt Sommer. Der Mann, der in Rauno aufwuchs und 1982 mit seinen Eltern dem Bergbau weichen musste, lebt inzwischen seit fast 30 Jahren in Buchwalde. Viele in Sommers Familie haben in den vergangenen Jahrzehnten im Bergbau gearbeitet. Begonnen hatte alles mit Christian Zech mit Jahr 1869. Auf diese Tradition ist der 41-Jährige stolz.

Dass während der geplanten Sammlerbörse am 26. Juni von 10 bis 18 Uhr Zierbriketts eine der Hauptrollen spielen sollen, liegt für den Buchwalder auf der Hand: „Unser Produkt sind halt die Briketts. Den Strom kann man ja nicht mehr zeigen“, sagt Sommer. Mit im Bunde ist auch der Briesker Christian Mrose. Der 29-Jährige ist begeisterter Brikettsammler und hat bereits rund 600 Stück zusammengetragen. In seinem Keller finden sich Steine aus allen Epochen der Kohleverarbeitung im Lausitzer Revier.

Auf seiner Homepage macht Mrose bereits Werbung für die anstehende Sammlerbörse. Aus dem Mitteldeutschen Revier hätte sich bereits ein Interessent gemeldet. Mrose und seine Mitstreiter hoffen jedoch nicht nur auf viele Sammler, die auf weitere Schätze aus sind, sondern auch auf ein Wiedersehen alter Kollegen.