Wegen der dauerhaft warmen Temperaturen sind die Gurken im Spreewald schnell gewachsen – die Ernte geht ungewöhnlich früh zu Ende. Sie wird in diesen Tagen abgeschlossen, normalerweise wurde in den Vorjahren immer noch bis Ende August gepflückt, wie der Spreewaldverein aus dem brandenburgischen Lübben mitteilte. Er vertritt die Anbau- und Einlegebetriebe in der Region. Die Verträge zwischen den Anbauern und den Betrieben, die die Gurken einlegen, seien weitgehend erfüllt, hieß es weiter. Die Ernte-Saison hatte auch sehr zeitig im Juni begonnen. Eine Erntebilanz liegt noch nicht vor.

Die Felder werden dem Verein zufolge per Tröpfchenbewässerung versorgt – der fehlende Niederschlag kann so ausgeglichen werden. Die direkte Sonneneinstrahlung sei aber für manche Pflanzen problematisch gewesen. Blätter können dabei verbrennen.

Anbauer und Einlegebetriebe beschäftigten in dieser Saison auch diese Probleme: Es fehlten laut Spreewaldverein Saisonkräfte aus dem Ausland. Und es habe Probleme mit der Lieferung von Gläsern gegeben, in die die Gurken eingelegt werden. Die Firma Obst- und Gemüseverarbeitung Spreewaldkonserve Golßen bestätigte, dass es bei ihrer Bestellung von Gläsern zu Lieferengpässen kam. Dieses Jahr sei mehr Rohware in kürzerer Zeit geerntet worden, so dass der Bedarf an Packmitteln anstieg.

Die eingelegte Gurke ist ein Markenzeichen des Spreewalds. Dort liegt das bundesweit zweitgrößte Anbaugebiet, nur in Bayern gibt es noch größere Flächen.

Am Wochenende bieten beim jährlichen Spreewälder Gurkentag in Golßen (Dahme-Spreewald) Erzeuger und Händler wieder ihre Produkte an. Das Fest geht in seine 20. Ausgabe.

Infos zum Gurkentag in Golßen