In ganz Polen werden weiter Güterspenden gesammelt, um den vielen, vor Krieg fliehenden, ukrainischen Familien, und den im Nachbarland ums Überleben kämpfenden Ukrainerinnen und Ukrainern, zu helfen.
Krzysztof Mikolajczyk, Bürgermeister der Gemeinde Tuczno, hatte sich in einem Schreiben an seine deutsche Amtskollegin Annett Lehmann, Bürgermeisterin der Gemeinde Märkische Heide, gewandt, mit der Bitte um Unterstützung: „Es wäre eine große Hilfe für diese Leute und zugleich ein schöner Neuanfang unserer Partnerschaft, wenn sich die Bewohner der Gemeinde Märkische Heide an der Spende beteiligen könnten.“

Hilfsbereitschaft in Heideblick weiterhin sehr groß

Daraufhin hatte auch Heideblicks Bürgermeister Frank Deutschmann seine Mithilfe bei Organisation der Spendenaktion zugesagt. Denn Heideblick selbst hat keine polnische Partnerstadt. Viele Spenden seien bisher schon zusammengekommen, so Frank Deutschmann. Die Bereitschaft zu spenden und zu helfen sei unter den Bürgerinnen und Bürgern Heideblicks nach wie vor groß. „Dafür bin ich enorm dankbar“, sagt er. Ukrainerinnen und Ukrainer würden noch eine lange Zeit auf Hilfe angewiesen sein, meint er.
Im Bauhof Waltersdorf und den Kitas sind in dieser Woche bereits viele Spenden gesammelt worden. Campingausrüstung, Lebensmittel, Verbandszeug sowie Elektronikgeräte wie Stromerzeuger, Kabel und Heizungen werden benötigt. Die gesamte Liste an Gegenständen, die gespendet werden können, ist auf der Internetseite der Gemeinde Heideblick auf www.heideblick.de zu finden. Bis Freitagmittag können Spenden bei der Gemeindeverwaltung in Langengrassau abgegeben werden.
Die Spenden werden am Freitag, 18. März, und am Samstag, 19. März, auf Paletten, die von Familie Barthel aus Walddrehna zur Verfügung gestellt wurden, einsortiert.

Wer helfen möchte, wendet sich an dei Gemeinde Heideblick

Wer helfen möchte, kann sich bei der Gemeinde Heideblick unter Telefon 035454 8810 oder schriftlich per E-Mail an gemeinde@heideblick.de melden. „Neben Privatleuten, können sich gern auch Unternehmen bei uns melden“, so Frank Deutschmann. Auf dem Lkw sei Platz.
Am Dienstag, 22. März, startet dann der Sattelzug, der von der Spedition Wolf aus Walddrehna gestellt wird, ins etwa 400 Kilometer entfernte Tuczno.
Drei Wochen nach Beginn des Krieges in der Ukraine sind aus dem Land mehr als drei Millionen Menschen geflohen. Die Zahl sei gerade überschritten worden, sagte ein Sprecher der Organisation für Migration (IOM), zu Wochenbeginn in Genf. Das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) nannte auf seiner Webseite 2,95 Millionen Geflüchtete. 1,8 Millionen davon kamen nach UNHCR-Angaben in Polen an.
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