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| 01:30 Uhr

Rietzneuendorf-Staakow erlässt Schönwald Wassergeld

Rietzneuendorf. Die Gemeinde Rietzneuendorf-Staakow zeigt sich kulant. Sie erlässt der Gemeinde Schönwald Wassergeld. Andreas Staindl/asd1

Allerdings nur 50 Prozent der gewünschten Summe von 8 800 Euro. Das haben die Gemeindevertreter während ihrer jüngsten Sitzung mehrheitlich mit einer Gegenstimme beschlossen.

“Ich bin dagegen, dass wir auf unser Geld verzichten„, sagt Ingeborg Sauerbrei, “wir haben das Wasser schließlich geliefert. Zudem„, ergänzt die Gemeindevertreterin, “hat Schönwald genügend Einnahmen von Gewerbetrieben.„ Auch ihr Mitstreiter am Gemeinderatstisch Fredy Neumann sagt: “Wir haben nichts zu verschenken, sondern jonglieren ohnehin schon mit jedem Euro.„

Mit der 50-prozentigen Kulanz konnte er sich allerdings anfreunden. Rietzneuendorf liefert der Nachbargemeinde Schönwald Trinkwasser. Etwa zwei Millionen Liter Wasser sind im “märkischen Sand versickert„, wie Rietzneuendorf-Staakows Bürgermeister Andreas Andrack erklärt. Ursache sei ein Rohrbruch hinter der Wasseruhr in Schönwald. “Niemand hat gemerkt, dass das Wasser ein Jahr lang ins Erdreich geflossen ist„, erklärt Schönwalds Bauamtschefin Michaela Schudek. Andreas Andrack sagt, dass seiner Gemeinde zwar die Einnahmen verlorengehen, ihr jedoch kein größerer Schaden entstehe, weil sie als Betreiber des Wasserwerks das Wasser nicht an Dritte bezahlen müsse. “Deshalb sollten wir der Gemeinde Schönwald schon entgegenkommen„, sagt das Gemeinderatsmitglied Barbara Quitt. Die angefallenen Stromkosten für die Wasserpumpen will Rietzneuendorf-Staakow allerdings bezahlt haben. Der Gemeindevertretung einigte sich schließlich auf obigen Kompromis.