Bei den geplanten Großprojekten bleibt trotz der Aufnahme in den Haushalt ein großes Fragezeichen: Sie können nur dann umgesetzt werden, wenn die erhofften Fördermittel auch wirklich fließen.

Parkplätze am Schwimmbad
Das größte Einzelvorhaben ist in Gehren vorgesehen: Knapp 580 000 Euro sollen in den Ausbau des Weges zur Waldbühne und in Parkplätze am Schwimmbad gesteckt werden. Rund 530 000 Euro wird der bereits im vergangenen Jahr begonnene Ausbau der Dorfstraße in Bornsdorf kosten. Die Anwohner werden dafür mit insgesamt 165 000 Euro zur Kasse gebeten.
Die Einwohner von Riedebeck können auf ein Gemeindehaus hoffen. Im Vermögenshaushalt sind dafür 200 000 Euro veranschlagt. 150 000 Euro davon müssen allerdings über Fördermittel eingespielt werden, damit sich die Idee auch umsetzen lässt. „Das Haus soll durch einen Verein betrieben werden“ , erklärte die amtierende Bauamtsleiterin Gudrun Padack während der vergangenen Sitzung des Heideblick-Haushaltsausschusses. Auch Bürgermeister Bodo Lott versicherte, dass das Gebäude genügend Nutzer finden werde: „Die Feuerwehr steht zurzeit auch auf dem Trockenen.“
Mit Gesamtkosten von 290 000 Euro steht der Ausbau der Walddrehnaer Poststraße im Haushaltsentwurf. Die Gemeindeverwaltung geht davon aus, dass 58 000 Euro durch die Anwohner bezahlt werden müssen und 162 000 Euro Fördermittel sein werden. Unklar sind in diesem Fall nicht nur die Zuschüsse. Auch die Grundstückseigentümer wehren sich gegen diese Investition. Ihnen reiche eine Reparatur aus, machten Bürger während der jüngsten Hauptausschuss-Sitzung deutlich. Die Verwaltung argumentiert jedoch dagegen. Eine Reparatur würde das Problem nur um fünf bis acht Jahre verschieben (die RUNDSCHAU berichtete).

Geld für Freifläche
Für die Gestaltung der Freifläche am Falkenberger Gemeindehaus sind 70 000 Euro vorgesehen. Der Eigenanteil der Gemeinde wird demnach 17 500 Euro kosten.
Ein neues Dienstauto möchte sich die Verwaltung auch gönnen. Als Anzahlung sind 10 000 Euro eingeplant, der Rest soll in Raten abgestottert werden. In Summe werde es wohl um die 20 000 Euro kosten, so Kämmerer Frank Deutschmann.