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| 11:07 Uhr

Vorfreude in Treppendorf
Richtkrone auf der Kita „Waldhaus“

Mit Liedern und Gedichten bekundeten die Kita-Kinder ihre Freude auf das neue, größere „Waldhaus“. Im Frühjahr 2019 soll der Ersatzneubau  fertig sein und dann fast doppelt so vielen Mädchen und Jungen Platz bieten.
Mit Liedern und Gedichten bekundeten die Kita-Kinder ihre Freude auf das neue, größere „Waldhaus“. Im Frühjahr 2019 soll der Ersatzneubau fertig sein und dann fast doppelt so vielen Mädchen und Jungen Platz bieten. FOTO: Stadt Lübben / Ziemer Dörthe
Lübben. Mit Ersatzneubau in Treppendorf steigt die Zahl von 36 auf 60 Betreuungsplätze. Von Theres Philipp

Mit großen Schritten geht es voran! Erst im Juli dieses Jahres wurde die feierliche Grundsteinlegung der neuen Kita im Lübbener Ortsteil Treppendorf begangen. Seitdem hat sich einiges getan. Stein auf Stein, Stock für Stock wuchs das Gebäude in nur drei Monaten soweit an, dass jetzt das Richtfest gefeiert werden konnte.

Von einem Kran aus schwebte die Richtkrone über dem Gebäude. Der Bauzaun wurde mit bunten Luftballons geschmückt, und alles zusammen kündigte an, dass hier schon sehr bald viele fröhliche Kinder toben werden.

Doch bevor Bürgermeister Lars Kolan (SPD) seine Ansprache an die Bauarbeiter, Architekten, Verwaltungsmitarbeiter und die weiteren Gäste halten konnte, kamen zunächst die neuen Bewohner der Kita „Waldhaus“ zu Wort. In einem passenden Gedicht beschrieben sie die Entwicklung des Gebäudes und ihre Freude darauf, bald schon einziehen zu können. Obwol die Sonne an diesem Tag nicht scheinen mochte, zauberten die Kinder der Käfer- und Schmetterlingsgruppe mit ihrem Programm aus Gedicht, Musik und Tanz ein Strahlen in die Gesichter der Gäste.

Auch Lars Kolan war sichtlich stolz auf den Bau der neuen Kita in Treppendorf und bezeichnete diesen Tag als Belohnung für die Mühen der Mitarbeiter aus Bauwesen und Verwaltung. Er bedankte sich bei allen Beteiligten für ihr Engagement, bevor er anschließend den Rohbau hinaufstieg, um ganz im Sinne der Tradition den Richtspruch zu empfangen. In Anwesenheit der Zimmermänner folgte dann das Einschlagen des sprichwörtlich letzten Nagels in den Dachsparren.

Die neu entstehende Kita mit dem Namen „Waldhaus“ wird mit ihren knapp 1200 Quadratmetern Fläche direkt neben dem alten Kitagebäude errichtet. Das ehemalige Einfamilienhaus, das bisher als Kita genutzt wurde, soll nach der Fertigstellung abgerissen werden. Der daraus hervorgehende Platz wird genutzt, um eine grüne Außenanlage für die Kinder zu schaffen.

Gefördert wird das Vorhaben in Treppendorf  mit 1,34 Millionen Euro durch das Maßnahmenprogramm LEADER der Europäischen Union. Das entspricht in etwa der Hälfte der insgesamt 2,5 Millionen Euro, die für den Bau eingeplant waren. Dieser Betrag wurde nach Aussagen Lars Kolans seit Baubeginn allerdings um 400 000 Euro überschritten. Dies sei jedoch absehbar und den steigenden Preisen der Bauindustrie zuzurechnen gewesen, so der Bürgermeister.

Doch trotz der Mehrkosten hat die Errichtung der neuen Kita für die hiesigen Anwohner gleich mehrere Vorteile. Das derzeit entstehende Gebäude bietet nach der Fertigstellung nicht nur den derzeit 36 Kindern ausreichend Platz zum Spielen und Entdecken – auch 30 weitere Kinder aus Lübben und der Umgebung werden im „Waldhaus“ aufgenommen. So soll dem Versorgungsengpass der Region hinsichtlich der Kinderbetreuung entgegengewirkt werden. Zusätzlich sprach Kita-Leiterin Birgit Steuke davon, zwölf weitere Erzieher für den Zuwachs der Kinder einzustellen. Für den Bau selbst wurden bisher vor allem ortsansässige Firmen beauftragt. Die künftigen Arbeitsplätze sowie der Einsatz einheimischer Unternehmen im Bauvorhaben tragen somit auch zur Unterstützung der hiesigen Wirtschaft bei.

Fertiggestellt werden soll die neue Kita trotz der vierwöchigen Sommerpause wie geplant im Frühjahr 2019. Da der Ortsteil Treppendorf dann auch sein 600-jähriges Bestehen feiert, können im kommenden Jahr gleich zwei Anlässe festlich begangen werden.

Bürgermeister Lars Kolan schlug den letzten Nagel ein.
Bürgermeister Lars Kolan schlug den letzten Nagel ein. FOTO: Stadt Lübben / Ziemer