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| 17:23 Uhr

Kunstgenuss im Doppelpack
Malerei und Jazz in der Luckauer Kulturkirche

 Mit Malerei und Jazz bringt  Reiner Heß den Luckauern in der Kulturkirche Kunstgenuss im Doppelpack.
Mit Malerei und Jazz bringt Reiner Heß den Luckauern in der Kulturkirche Kunstgenuss im Doppelpack. FOTO: LR / Carmen Berg
Luckau. Reiner Heß bringt am Sonntag seine zwei großen Leidenschaften mit in die Gartenstadt.

(be) Malerei und Musik, seine beiden großen Leidenschaften, wird Reiner Heß am Sonntag, 12. Mai, Besuchern des  Niederlausitz-Museums vorstellen. Die neue Sonderausstellung „Weg zur Arbeit“, die um 14.30 Uhr eröffnet wird, zeigt eine Auswahl der Werke des im Schwarzwald geborenen Künstlers. Ab 16 Uhr ist der Profi-Saxophonist, der jetzt in Berlin lebt, bei einem Konzert im Klostersaal der Kulturkirche zu erleben.

Als Musiker ist er den Luckauern bereits vertraut, hat schon mit unterschiedlichen Jazz-Formationen in der Gartenstadt  gastiert. Diesmal kommt Heß mit seiner Lieblingsband, dem Raumschiff Jazz und den Titeln ihrer neuen CD „Berlin“. In der Formation spielen Musiker unterschiedlicher Herkunft und Tradition, die Bandmitglieder kommen aus Deutschland, Israel und Italien. Angekündigt ist starker Jazz mit groovigen Basslinien und wundervollen Melodien, der schon das Publikum in Rom, Lissabon, New York und anderswo begeistert hat.

Die frühen Wurzeln seiner Musikerlaufbahn liegen übrigens auch in Luckau, wie Reiner Heß erzählt. Mitte der 1990er-Jahre hatte er hier an der Musikschule seine erste Arbeitsstelle.

Als Maler hingegen lernen ihn die Luckauer von einer neuen Seite  kennen. „Eine große Ausstellung zu gestalten, das ist eine tolle Sache“, so Reiner Heß. Wer unterwegs sei, sehe die Welt aus vielen verschiedenen Blickwinkeln, nimmt er Bezug auf den Titel der Schau. Die Bilder in ihrer Farbenfreude strahlen Zuversicht aus. „Frohgemut habe ich es einst gewagt, mir als gelernter Heizungsbauer einen Traum zu erfüllen und mich als Musiker selbstständig zu machen“, erzählt er. Dann der Schicksalsschlag, eine große Ohr-OP. Sieben Monate habe er kein Saxophon spielen können, habe in dieser Zeit mit dem Malen begonnen. „Mehr und mehr hat mir das Freude gemacht.“ Musik und Malerei hätten viel gemeinsam, beide bieten Raum zum Improvisieren. „Es ist schön, wenn man vorher nicht weiß, wie etwas am Ende aussehen wird“, sagt der Künstler.

Die Sonderausstellung „Weg zur Arbeit“ wird dann bis zum 7. Juli im Museum zu betrachten sein.