Ohne Respekt vor dem großen Namen des Gegners startete der BSV seine ersten Angriffe, wobei einigen Akteuren noch mehr Selbstvertrauen zur eigenen Leistung gut getan hätte und somit sogar der Spielausgang bis in die Endphase offen geblieben wäre.

Zu riskante Angriffe
Rostock, nur mit zwei Auswechselspielern angereist, wobei sich noch einer Mitte der ersten Halbzeit verletzte, musste seine ganze Routine aufbieten, um ständig eine knappe Führung zu behaupten. Eine gute BSV-Abwehr, mit einem großartig reagierenden Torsten Borrack im Tor, vereitelte so manchen Angriff der Hansestädter. Dagegen wurde im Angriff zu oft riskant an den Kreis gespielt, oder der Ball ging durch Missverständnisse beim Abspiel verloren. Die größere Anzahl der Fehler und das Vergeben hochkarätiger Chancen gaben letztendlich den Ausschlag für den verdienten Sieg der Gäste. Nach dem 1:0 durch Kai Uwe Weilmünster und dem 2:2-Ausgleich durch Falk Meier war die Stimmung auf dem Höhepunkt.

Ballverluste brachten Rückstand
Der BSV ließ sich nicht abschütteln und konnte durch einen Strafwurf zum 4:4 sowie durch Oliver Wendlandt zum 6:6 (15.) wiederum ausgleichen. Durch Ballverluste im Angriff und anschließende Tempogegenstöße geriet Luckau mit 6:9 in Rückstand. Der BSV versuchte durch eine Auszeit etwas Ruhe in die eigenen Aktionen zu bekommen. Eine numerische Überlegenheit wurde zum 8:10 (23.) genutzt. Die Gäste erhöhten jedoch den Druck und gingen 12:8 in Führung.
Beim 14:9 führte Rostock erstmals mit fünf Toren Vorsprung. Zwei Mal Jens Klose und einmal Oliver Wendlandt verkürzten aber wieder auf 12:14, ehe es mit einer 15:12-Führung für Rostock in die Pause ging. Der BSV konnte den Drei-Tore-Rückstand bis zum 13:16 und 15:18 (36) halten. Durch Abspielfehler beim Gastgeber ging Rostock wieder mit 20:15 in Führung. Oliver Wendlandt brachte die Hausherren noch einmal auf 17:20 (42.) heran. Die Gäste nutzten eine Unterzahl Luckaus sowie vergebene hochkarätige Chancen zur 23:17-Führung. Nochmals sollte eine Auszeit auf Seiten der Einheimischen den Spielfluss des HC Empor stoppen. Nach der Gästeführung von 23:18 (51.) und 25:19 nutzte der Gastgeber ein Überzahlspiel mit drei schnellen Toren zur Resultatsverbesserung von 22:25 (55.).
Noch einmal schwoll der Lärmpegel an, aber die Gäste nutzten die nächsten Fehler eiskalt aus und erzielten das 26:22 (57.). Nach dem 26:23 gelangen dem HC Empor noch zwei Tore zum 28:23-Sieg, wobei der BSV in dieser Phase mit Pfostenwürfen Pech hat.

Brandenburg-West kann kommen
Das Spiel war alles in allem eine gute Leistung des unterklassigen BSV Luckau gegen die Favoriten aus der Regionalliga und Werbung für den Handballsport in Luckau. Mit einer ähnlichen Leistung und weniger Fehlern sollte es Brandenburg am nächsten Wochenende sehr schwer haben.

Statistik Luckau spielte mit:
Tor: Torsten Borrack, Dennis Tandler
Feld: Kai Uwe Weilmünster 8/4, Oliver Wendlandt 5, Falk Meier 4, Jens Klose 3, Sebastian Ackermann 2, Sebastian Weiß 1, Christian Herrmann, Wolfgang Freimann, Christian Dressel, David Bock