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| 01:19 Uhr

Regenwasser sinnvoll verwenden

Wasser steht nur scheinbar in unbegrenzter Menge zur Verfügung. Im Haus und im Garten sowie in gewerblichen Bereichen gibt es viele Möglichkeiten, Trinkwasser durch Regenwasser zu ersetzen.


Zum Beispiel für die Gartenbewässerung, für Reinigungsarbeiten an Geräten und Wegen oder zum Betreiben von Waschmaschinen und Toilettenanlagen. Die Pflanzen gedeihen mit Regenwasser prächtiger und auch von Tieren wird es bevorzugt. In der Waschmaschine sorgt das weiche Regenwasser für eine natürliche Wäschepflege bei sparsamstem Einsatz von Waschmittel ohne zusätzlichen Weichspüler. Für alle Arten von Reinigungsarbeiten ist Regenwasser bestens geeignet. Diesen Trend zur Ausnutzung der himmlischen Fluten folgten in den letzten Jahren immer mehr Verbraucher. Für den Einsatz von Regenwasser anstelle von qualitativ hochwertigem Trinkwasser gibt es allerdings Grenzen. Regenwasser hat keine Trinkwasserqualität und eignet sich nur für Einsatzzwecke, bei denen es nicht unbedingt auf mikrobiologisch einwandfreies Wasser ankommt.
Mit einer Aufbereitungsanlage kann man Regenwasser aufwerten. Sie umfasst als wesentliche Komponenten: Speicher in der geeigneten Dimensionierung mit einer Vorrichtung zur Trinkwassernachspeisung in Trockenzeiten, Filter zur Entfernung von Schmutzstoffen, Pumpe oder Druckerhöhungsanlage und ein zweites Leitungsnetz unabhängig vom Trinkwassernetz.
Das Funktionsprinzip einer Regenwassernutzungsanlage ist relativ simpel: Von der Dachfläche wird das Niederschlagswasser über die Dachrinne und zwischengeschaltete Filter in den Speicherbehälter geleitet. Als sinnvolles Maß für die Größe des Speichers gelten je nach Standort zwischen 20 und 50 Liter pro Quadratmeter Dachfläche. So kann der Speicher bei 100 Quadratmeter Dachfläche zwischen 2000 und 5000 Liter Fassungsvermögen besitzen.
Der Speicher, der im Keller oder neben dem Gebäude im Erdreich installiert wird, ist belüftet und mit einem Überlauf versehen, damit bei vollem Speicher ein unkontrollierter Wasseraustritt verhindert wird. Das Regenwasser wird durch eine Pumpe und eventuell durch einen weiteren Filter zu den Verbrauchsstellen wie Toilette oder Waschmaschine geführt. Eine Trinkwassereinspeisung sorgt in längeren Trockenperioden dafür, dass die Anlage nicht trocken läuft.
Für welche Region sich eine Regenwassernutzungsanlage rentiert, orientiert sich an den durchschnittlichen Niederschlagswerten, die zwischen 600 und 800 Millimeter pro Jahr liegen und beim zuständigen Wetteramt zu erfragen sind.
Bei der Installation sind die Normen und Vorschriften der technischen Regeln für Trinkwasserinstallation zu beachten. Das gilt nicht für Zisternen, in denen das flüssige Naturprodukt aus der Regenrinne aufgefangen wird. Der Fachhandel bietet verschiedene Modelle der Zisternen mit einem Fassungsvermögen von 750 Litern für Garten und Haus an. Das gilt auch für die Regenwassertanks, die zwischen 2000 und 3500 Liter aufnehmen können und stehend oder liegend ins Erdreich eingelassen werden. Diese flexiblen Tanksysteme sind auch für den freistehenden Einbau im Keller geeignet.
Bei der Planung und Durchführung der Installation einer Regenwassernutzungsanlage sollte auf den Rat und die Kompetenz des Fachmannes, einem Meisterbetrieb für Sanitär-Trockenbau-Badberatung, zurückgegriffen werden, der gern auch die Wirt schaftlichkeit und die Amortisation durchrechnet. Auch im Internet sind zahlreiche Informationen rund um dieses Thema zu erhalten.