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| 14:57 Uhr

Zum Schutz der Kinder
Luckauer Bolzplatz wird Trockenzone

Das Rauchen und trinken von Alkohol könnte künftig am Bolzplatz verboten werden.
Das Rauchen und trinken von Alkohol könnte künftig am Bolzplatz verboten werden. FOTO: gavioneta/fotolia / fotolia
Luckau. Rauch- und Alkoholverbot der Stadt soll zum Schutz der Kinder ausgeweitet werden.

Wer nach der Schule eine Runde mit Freunden kicken möchte, könnte an manchen Stellen gestört werden. Besonders der Luckauer Bolzplatz ist ein beliebter Treffpunkt zum Rauchen und Trinken geworden. Das belästigt Schüler oder Spaziergänger. Außerdem verschmutzen liegen gelassener Müll, Zigarettenstummel und Glasscherben die Wege und Grünflächen. Aus diesem Grund diskutierte der Schul- und Sozialausschuss der Stadt Luckau unlängst die Erweiterung des Rauch- und Alkoholverbotes.

Demnach könnte künftig auch der Bolzplatz sowie die Luckauer Schanze inklusive dem Bereich um dem Wasserturm zu einer trockenen Zone werden. „Wir haben festgestellt, dass sich die Probleme verlagert haben. Trinkgelage finden des öfteren auch im Bereich der Oberschule statt“, erklärt Ordnungsamts-Leiter Thomas Schäfer die Problematik. Essensreste, Zigarettenschachteln oder leere Flaschen bleiben Ort und Stelle liegen. Auch die Bande des Bolzplatzes sei bereits beschädigt worden. Das soll künftig unterbunden werden.

Hinweisschilder, die an der Bande des Bolzplatzes angebracht sind, weisen schon jetzt das richtige Verhalten an. Die Erweiterung der ordnungsbehördlichen Verordnung sei zusätzlich notwendig, um auch auf dem Bolzplatz und der Luckauer Schanze um den Wasserturm herum künftig ein Eingreifen des Ordnungsamtes oder der Polizei zu ermöglichen. Der Fachausschuss begrüßt das Vorhaben. „Das ist der richtige Weg. Es entsteht damit das Handwerkszeug, das nötig ist“, sagt Lothar Treder-Schmidt (Luckau Land/Grüne). Die angestrebte Ausweitung berücksichtige nach seiner Ansicht die richtigen Gebiete im Stadtgebiet.

Gerd Kaufmann (Luckau Land/Grüne) gibt jedoch zu bedenken, dass damit das „Problem nur  weiter verlagert wird“. Ein generelles Verbot auf öffentlichen Plätzen der Stadt werde jedoch nicht angestrebt. „Mit dem Verbot wollen wir vor allem Kinder und Jugendliche schützen“, sagt Olaf Schulze (CDU). Aus diesem Grund erstreckt sich das Rauch- und Alkoholverbot auf Bereiche in der Nähe von Kinder- und Jugendeinrichtungen. Die Verordnung wurde bereits im Oktober 2007 beschlossen. Von dem Verbot betroffen sind bislang die Bereiche der Bushaltestellen Luckau Grundschule in der Matchenzstraße, Am Anger vor der Kita „Sonnenblume“ sowie in der Karl-Marx-Straße.

„Die Bereiche müssen auch kontrolliert werden. Gibt es dafür überhaupt ausreichend Personal“, will Bärbel Kreuschner (UWG/FDP) wissen. Wie der Ordnungsamtsleiter erklärt, werde eine nahtlose Überwachung der Plätze nie möglich sein. „Es ist ein Katz-und-Maus-Spiel.“ Trotz Verbot werden in diesen Bereichen Passanten mit Zigaretten oder Alkohol erwischt. Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes sind daher regelmäßig im Einsatz . Auch an den Wochenenden oder am Abend sollen die Plätze kontrolliert werden. „Wir zeigen Präsenz“, verspricht Thomas Schäfer. Unterstützung gebe es dabei auch von der Polizeidienststelle Lübben und den Revierpolizisten. Die Beamten wollen in dem Gebiet ebenfalls vermehrt Streife fahren wollen.

Werden Jugendliche oder Erwachsene trotz Verbot mit Zigaretten oder Alkohol erwischt, droht ein Bußgeld zwischen zehn und 500 Euro oder ein Platzverweis.

Über die erste Änderung der Verordnung wird in der nächsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung  am Donnerstag, 22. Februar, entschieden.

Auf dem Bolzplatz an der Oberschule weisen Piktogramme bereits auf das richtige Verhalten hin: Rauchen und Alkohol sind nicht gestattet.
Auf dem Bolzplatz an der Oberschule weisen Piktogramme bereits auf das richtige Verhalten hin: Rauchen und Alkohol sind nicht gestattet. FOTO: Anja Brautschek / LR