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| 17:10 Uhr

Bauarbeiter sind schneller als geplant
Ab Juli ist die Bahn frei für Radler

Der Bau des Radweges geht gut voran. Schon im Juli könnte die offizielle Freigabe erfolgen.
Der Bau des Radweges geht gut voran. Schon im Juli könnte die offizielle Freigabe erfolgen. FOTO: LR / Anja Brautschek
Golßen. Radweg zwischen Zützen und Golßen kann voraussichtlich vorzeitig fertig gestellt werden.

Die ersten Radfaher haben die asphaltierte Strecke zwischen Zützen und Golßen bereits ausgetestet. Dabei ist der Radweg an der B 96 noch nicht einmal fertig gestellt. Doch lange müssen die Zützener auf die Anbindung nach Golßen nicht mehr warten. Die Bauarbeiten liegen gut im Plan. Mehr noch. Kommt es auf den letzten Metern nicht noch zu unvorhergesehen Verzögerungen, so kann der Radweg voraussichtlich Ende Juli offiziell freigegeben werden. Das teilt Bauüberwacher Andreas Kunath vom Landesbetrieb Straßenwesen auf Nachfrage mit. Damit wird der Radweg rund vier Monate vor der geplanten Eröffnung fertig.

Die Asphaltdecke ist auf dem 2,2 Kilometer langen Radweg bereits aufgebracht. Auch der Anschluss zwischen der Bundesstraße bis zur Luckauer Straße wurde in diese Zusammenhang neu asphaltiert. Einen entsprechenden Antrag auf Eilentscheidung hat der Hauptausschuss die Stadt Golßen kürzlich einstimmig zugestimmt. „Wir sollten die Arbeiten am Radweg auf keinen Fall bremsen“, sagt Ausschussmitglied Gerd Pietrzok (SPD). Der vorhandene Weg bis zur Luckauer Straße sei bereits sehr in die Jahre gekommen. Die Asphaltschicht sei älter als 20 Jahre und dementsprechend sanierungsbedürftig. Als die Fertiger näher Richtung Dahmebrücke vorgerückt sind, war schnelles Handeln in der Golßener Verwaltung gefragt.

Das Bauunternehmen Matthäi als ausführende Firma reichte ein Angebot für die Anbindung des Radweges an die gemeindliche Straße ein. Rund 6000 Euro haben die Asphaltierungsarbeiten in diesem Bereich gekostet. Zustimmung dafür gab es sowohl vom Hauptauschuss, als auch von den Stadtverordneten und vom Amtsdirektor Henri Urchs.

Die Arbeiten wurden im Zuge der Radweg-Asphaltierung umgesetzt. Das erspart der Kommune Kosten und Aufwand, da keine erneute Baustelle eingerichtet werden muss. Gleichzeitig würde eine spätere Umsetzung für erneute Behinderungen bei den Verkehrsteilnehmern sorgen. „Aufgrund der Auftragslage hätte das frühestens im September umgesetzt werden können, unter Umständen mit höheren Kosten für die Stadt“, begründet Bürgermeister und Hauptausschuss-Vorsitzender Hartmut Laubisch (SPD) die Vorgehensweise.

Nur noch kleinere Arbeiten stehen derzeit am Radweg an. Die Baufirmen haben sehr effektiv gearbeitet“, sagt Andreas Kunath. Teilweise sei an verschiedenen Bauabschnitten parallell gearbeitet worden. Das ermöglichte eine schnelle Erschließung des Radweges – unter Einhaltung der angesetzten Kosten mit rund 1,6 Millionen Euro.

Nun müsse die Deckschicht in Zützen noch überarbeitet werden. Auch das Geländer an der Brücke muss angebracht werden, damit der Radweg über die gesamte Strecke für Radfahrer verkehrssicher ist. An der Bankette müssen der Oberboden befestigt und Gras angesät werden. „Aufgrund des warmen Wetters haben wir damit bislang noch gewartet“, so der Bauüberwacher. Für die notwendigen Restarbeiten schlägt er jedoch nur noch wenige Wochen an. Eine Freigabe wird es demnach voraussichtlich in der letzten Juli-Woche geben. Dann darf offiziell dort geradelt werden.

Die Zützener erwarten diesen Termin bereits. Seit 2002 bemühen sich die Einwohner um eine sichere Verbindung entlang der B 96 – insbesondere für Schulkinder. Doch das Bauprojekt zog sich hin.

Juristische Fragen zum Flächenbesitzen und Finanzierungsprobleme verschoben immer wieder den Baubeginn. Nachdem die Vorplanung abgeschlossen und Bauerlaubnisverträge mit den Flächenbesitzern unterschrieben worden waren, sorgten im November 2016 Naturschutzbedenken für einen erneuten Terminaufschub. Bei den Zützener Bürgern sorgte diese Verfahrensweise für Unmut. Aufgrund der Leitplanken an beiden Seiten dieses Streckenabschnittes sei das Radfahren auf der Straße zu gefährlich. Ausweichen sei nicht möglich, so die Begründungen. Erst nach 15 Jahren – im September 2017 – erfolgte der Spatenstich für den Radweg.