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| 17:50 Uhr

Bau ab 2020 geplant
Radweg nimmt Fahrt auf

Ab 2020 soll der Ausbau des Radweges zwischen Wieringsdorf und Gießmannsdorf beginnen.
Ab 2020 soll der Ausbau des Radweges zwischen Wieringsdorf und Gießmannsdorf beginnen. FOTO: LR / Anja Brautschek
Luckau. Verbindung zwischen Wieringsdorf und Gießmannsdorf soll ab 2020 gebaut werden. Von Anja Brautschek

Seit mehr als zehn Jahren setzen sich die Gießmannsdorfer für eine Radwegverbindung nach Wieringsdorf ein. Nun scheint das Ende in Sicht. Darauf lassen aktuelle Aussagen des Landesbetriebes Straßenwesen Brandenburg hoffen. Steffen Kleiner, Dezernatleiter Planung Süd, betont auf RUNDSCHAU-Nachfrage: „Wir halten an dem Ziel fest, 2020 mit dem Bau des Radweges zu beginnen.“

Demnach sollen die Bauarbeiten im Zuge der Fahrbahninstandsetzung erfolgen. In Vorbereitung der Planungen wurde auch die wirtschaftliche Gesamtsituation eingeschätzt und unter anderem der Fahrbahnzustand bewertet. Dabei hat sich laut Kleiner herausgestellt, dass zusätzlich eine Erneuerung der Straße durchgeführt werden muss. „Das beeinflusst oder gefährdet den geplanten Bauzeitraum jedoch nicht. Im Gegenteil: Beides wird aufeinander abgestimmt“, versichert er. Wie bei solchen Baumaßnahmen üblich, werden derzeit die planungsrechtlichen Vorausetzungen dafür geschaffen und zuständige Träger öffentlicher Belange eingebunden. Konkrete Aussagen, wie der Radweg entlang der Bundesstraße 96 geführt werden soll, macht Kleiner noch nicht.

In einer Machbarkeitsstudie wurden verschiedene Lösungen für den Radverkehr innerhalb und außerhalb der beiden Ortschaften abgewogen. Ziel ist es, eine einheitliche, ortsübergreifende Radwegeplanung zu erstellen. Denn langfristig soll auch  das Nachbardorf Rüdingsdorf an den Radweg in Richtung Luckau angebunden werden. Konkrete Planungen dazu gibt es aber noch nicht.

„Wir Gießmannsdorfer sehen jetzt endlich wieder eine Perspektive“, ist Uwe Vogt, Mitglied des Ortsbeirates, froh über die Entwicklung. Seit mehr als zehn Jahren kämpfen die Einwohner für eine Anbindung des Fuß- und Radverkehrs nach Luckau. Um ihre Forderungen nach einen Radweg deutlich zu machen, haben die Gießmannsdorfer in diesem Jahr unter anderem auch eine Petition beim Landtag Brandenburg eingereicht.

Bereits für dieses Jahr wurden entsprechende Planungen für den dritten Bauabschnitt des Radweges von Luckau nach Gießmannsdorf konkret, nachdem 2013 die Trasse bis Wieringsdorf fertiggestellt wurde. Demnach sollte ursprünglich ein kombinierter Fuß- und Radweg auf einer Seite der Straße erbaut werden. Ein entsprechender Bau war schon in Vorbereitung und Übereinkünfte mit den Eigentümern der entsprechenden Grundstücksflächen waren bereits getroffen. Doch der Ausbau wurde kurzfristig aufgeschoben.

Denn Einwohner von Wieringsdorf haben eine Unterschriftensammlung mit Sicherheitsbedenken gegen diese geplante Trassenführung eingereicht. Ein neutrales Gutachten zeigte ebenfalls weitere Sicherheitslücken an diesen Planungen auf. Der Bau wurde daraufhin zunächst gekippt, aber nicht storniert, wie auch der Petitionsausschuss herausstellt. Die Gutachter betonten allerdings zugleich, dass eine einheitliche Radwegeführung entlang der Bundesstraße sowohl innerorts als auch außerhalb der Dörfer notwendig sei. Aus diesem Grund hat der Landesbetrieb Straßenwesen ein übergreifendes Konzept für den Radwegebau ausgearbeitet.