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| 18:02 Uhr

Radweg bis Wierigsdorf kommt 2013

Der neue Radweg an der B 96 schließt an das bereits 2006 von der Stadt Luckau gebaute Teilstück bei der Ortsumgehung an.
Der neue Radweg an der B 96 schließt an das bereits 2006 von der Stadt Luckau gebaute Teilstück bei der Ortsumgehung an. FOTO: ssr
Luckau. Der Radweg an der Bundesstraße 96 von der Luckauer Ortsumgehung bis Wierigsdorf wird 2013 gebaut. Das hat Frank-Dieter Manteufel, Bereichsleiter Planung/Entwurf beim Landesbetrieb für Straßenwesen in Cottbus, Wierigsdorfer und Gießmannsdorfer Bürgern bei einer Einwohnerversammlung zugesichert. Der zweite Bauabschnitt bis Gießmannsdorf soll 2014 folgen. Carmen Berg

Seit sieben Jahren kämpfen die Bürger der beiden Luckauer Ortsteile um Sicherheit für Radler an der stark befahrenen Bundesstraße. Zuletzt hatten sie mit mehreren Fahrrad-Demonstrationen auf das Problem aufmerksam gemacht. "Wir werden nicht ruhen, bis die Bagger anrücken", so Gießmannsdorfs Ortsvorsteher Thomas Weichert. Laut Frank-Dieter Manteufel bei der Einwohnerversammlung am Dienstagabend soll es im Jahr 2013 soweit sein. Demnach soll das Vorhaben zu Beginn des kommenden Jahres ausgeschrieben werden. Im Mai, Juni könnten die Bauleute anrücken, "vielleicht auch schon eher", so Manteufel. "Ich sage heute zu, in einem Jahr ist der Radweg fertig", legte sich der zuständige Bereichsleiter im Landesbetrieb vor den zahlreich erschienenen Bürgern fest. Das Geld für den Bau sei gesichert, es komme vom Bund. Zudem sei die Umweltverträglichkeit des Vorhabens geklärt, nannte der Bereichsleiter wesentliche Aspekte. Dass mittlerweile auch ein ebenfalls nötiger Verzicht des Potsdamer Bauministeriums auf ein Planfeststellungsverfahren vorliege, konnte Manteufel nicht bestätigen. Wohl aber sei er optimistisch, dass Potsdam diesen Verzicht noch dieses Jahr erklären werde, sagte er.

Der erste Bauabschnitt wird 530 Meter lang. Die neue Trasse soll an das vorhandene Teilstück anbinden, das die Stadt Luckau bereits im Jahr 2006 in eigener Regie von der Kreuzung Berliner Straße/Nordspange bis zur Ortsumgehung gebaut hatte. Damalige Hoffnungen, die weiteren Abschnitte bis Wierigsdorf und Gießmannsdorf in Hoheit des Landesbetriebes würden sich nahtlos anschließen, erfüllten sich lange nicht. "Doch jetzt sollten wir nach vorn schauen", so Luckaus Bürgermeister Gerald Lehmann (parteilos). Den Plänen nach soll der Radweg links der Bundesstraße bis zum Ortseingang Wierigsdorf führen und dort die Straße queren. Dazu wird im Bereich des Ortseingangs eine Mittelinsel angelegt. Die Baukosten für den ersten Abschnitt bezifferte Frank-Dieter Manteufel auf 210 000 Euro. Sie liegen damit um 100 000 Euro höher als ursprünglich gedacht.

Noch in der Vorplanung ist der zweite Abschnitt von der Mittelinsel in Richtung Gießmannsdorf. Dabei werde die Kappe der vorhandenen Brücke für den Radweg genutzt. Für den zweiten Bauabschnitt sind laut Plan mehrere Querungsmöglichkeiten als Inseln angedacht. Insbesondere verwies Thomas Weichert auf Querungsbedarf am Weg zur Mühle in Wierigsdorf. Um in den Ort zum Bus zu kommen, müssten Anwohner dort bislang in einer gefährlichen Kurve laufen. Deshalb, so die Baufachleute, sei am Mühlenweg ebenfalls eine Insellösung ins Auge gefasst.

Gerald Lehmann gab als Prämisse des Abends aus: "2013 wollen wir das erste Band am neuen Radweg durchschneiden. Und alle Hausaufgaben müssen so gemacht werden, dass 2014 das zweite folgen kann."