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| 01:05 Uhr

Prensdorf in den TAZV aufgenommen

Luckau.. Die Verbandsversammlung hat am Mittwochabend der Aufnahme von Prensdorf (Amt Dahme) in den Trink- und Abwasserzweckverband Luckau zugestimmt. Die Gemeinde Dahmetal, deren Ortsteil das 100-Seelen-Dorf ist, hatte auf diesen Schritt gedrängt.

„Der Kommune wachsen die Belastungen durch das Prensdorfer Klärwerk über den Kopf“ , sagt Dahmetals Bürgermeister Manfred Hartfelder. Die 1997 gebaute Pflanzenkläranlage steckt in den roten Zahlen. Wie Dahmes Bauamtsleiterin Christina Denkel erklärt, würden die Tilgung von Darlehen und Zinsen, das Warten der Anlage und vorgeschriebene Schmutzwasserproben insgesamt jährlich etwa 10 000 Euro kosten. Dem hätten 2004 Einnahmen aus Abwassergebühren von rund 8500 Euro gegenüber gestanden. Für Instandsetzungen seinen keine Rücklagen gebildet worden. Die Kommunalaufsicht fordere seit Jahren kostendeckende Abwassergebühren, sagt die Bauamtsleiterin. Zudem sei Prensdorf als einziges Dorf im Amt Dahme kein Verbandsmitglied. Die Kommune aber habe nicht die Fachleute, sich um die Kläranlage zu kümmern, erklärt Christina Denkel.
Mit der Aufnahme Prens dorfs übernimmt der TAZV laut Beschluss den auf der Pflanzenkläranlage lastenden Restkredit von 42 100 Euro. Für die Einwohner gelte fortan der im Verbandsgebiet übliche Abwasserpreis, sagt Bürgermeister Hartfelder.
Golßens Bürgermeister Hartmut Laubisch bereitet die Trinkwassersituation Sorgen. „Die Prensdorfer versorgen sich über Hausbrunnen. Bei einigen lässt die Wasserqualität zu wünschen übrig“ , sagt Laubisch und will wissen, ob der Verband in die Pflicht genommen werden kann, wenn in der Hauswasserversorgung Mängel auftreten. Dahmes Amtsdirektor Frank Pätzig, Vorstandsmitglied im TAZV, verneint das. „Wo die Trinkwasserversorgung über Brunnen erfolgt, ist jeder Eigentümer für seinen Brunnen verantwortlich“ , sagt Dahmes Verwaltungschef. Prensdorfer Nachbarorte wie Görsdorf oder Liebsdorf, die TAZV-Mitglied sind, hätten ebenfalls Wasserprobleme. „Ein Aufbau zentraler Trinkwassernetze überall dort ist nicht finanzierbar“ , sagt Frank Pätzig. (be)