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Preise für Äcker und Grünland steigen moderat

Lübben/Luckau. Äcker, Wiesen und Waldflächen sind in Dahme-Spreewald preislich stabil. Die Verkaufserlöse sind im vergangenen Jahr - anders als zuvor - nur noch um zwei Prozent (Acker und Grünland) beziehungsweise um fünf Prozent (Waldflächen mit Aufwuchs) gewachsen. Ingvil Schirling

Das geht aus den aktuellen Bodenrichtwerten hervor, die das Katasteramt des Dahme-Spreewald-Kreises jährlich erstellt. Grundlage sind die tatsächlichen Verkaufspreise des vergangenen Jahres. Die moderate Lage steht im Gegensatz zu den sprunghaft steigenden Preisen für Bauland, vor allem im Bereich Wohnen und dort besonders im Norden des Landkreises.

Jürgen Kuse, Chef des Katasteramtes und Vorsitzender des Gutachterausschusses, führt die stabile Lage vor allem darauf zurück, dass die Bodenqualität für Landwirtschaft in Dahme-Spreewald mit der in anderen Regionen Brandenburg nicht vergleichbar ist. Die Böden sind unterm Strich relativ mager. Daraus erklärt sich auch, dass bei detaillierter Betrachtung die Grünlandpreise im Süden des Landkreises etwas stärker steigen als die Ackerlandpreise. Die Region eignet sich eher für Weidehaltung.

Hintergrund ist Kuse aber auch, dass die Milchpreise derzeit im Keller stecken und viele Landwirte nicht genügend Erlöse erzielen, um Flächen zukaufen zu können. Offenbar stagniert derzeit auch das Interesse von Investoren. In den vergangenen Jahren waren die Acker- und Grünlandpreise stark gestiegen, was den Erwerb für einheimische Erzeuger erschwerte. Diese Entwicklung erscheint im vergangenen Jahr eher gebremst.

Konkret liegen die Preise für Ackerland derzeit bei 45 Cent bis 1,20 Euro je Quadratmeter, Grünland bei 35 bis 70 Cent und Waldflächen bei 40 bis 85 Cent in Dahme-Spreewald.