(bkh) Eine Auslagerung des Unterrichts für einzelne Klassenstufen der Grundschule „Rosa Luxemburg“ an die Oberschule „An der Schanze“ ist nicht praktikabel. Zu diesem Fazit kamen die Mitglieder des Luckauer Schul- und Sozialausschusses. Sie befürworten eine Containerlösung für die Übergangszeit, eine endgültige Lösung für die Platznot gefunden ist.

Nach der Vorstellung des Konzeptes zur Schul- und Hortentwicklung durch die Planungsgesellschaft EBP im Januar war aus dem Hauptausschuss die Forderung an die Verwaltung herangetragen worden, die Möglichkeit einer Auslagerung zu prüfen. Grundschulleiterin Gerlinde Sander stellte verschiedene Varianten dafür vor. Schon für die Klassenstufen eins und zwei wäre die personelle Absicherung für Unterricht und Hortanteil sowie die Pausen-Aufsichten kaum zu stemmen. Darüber hinaus stehen an der Oberschule nicht genügend Räume zur Verfügung. „Wir haben 24 Unterrichtsräume und 22 davon brauchen wir ständig zeitgleich“, ergänzte die kommissarische Schulleiterin der Oberschule, Katrin Nauert.

„Uns ist klar, dass das nicht geht. Container sind genauso als Klassenräume eingerichtet, wie im Haus. Ich kenne das von meinem Enkel aus Mühlheim/Ruhr“, sagte Ursula Rothe (Die Linke). Auch in Berlin würden Container mit Unterrichtsräumen als Übergangslösung genutzt, unterstützte dies Lothar Treder-Schmidt (Luckau-Land/Grüne). Die sachkundige Einwohnerin und ehemalige Grundschulleiterin Bärbel Kreuschner befürwortete die Containerlösung ebenfalls.

„Wir arbeiten mit Hochdruck daran, um an der Grundschule möglichst schnell Entlastung zu schaffen“, betonte Hauptamtsleiterin Birgit Lehmann. Bis zum Ende des laufenden Schuljahres, spätestens im ersten Halbjahr 2019/20 sollen die Container mit den dringend benötigten Unterrichtsräumen zur Verfügung stehen. Darüber hinaus prüfe die Verwaltung derzeit die Realisierung der zwei vom Planungsbüro vorgeschlagenen Varianten: Neubau eines Bildungscampus oder Anbau an der Grundschule, informierte die Hauptamtsleiterin.