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Pilotprojekt in Dahme-Spreewald

Leitfaden fertig: Landrat Stephan Loge (rechts) überreichte das Papier an Repräsentanten von Kommunen.
Leitfaden fertig: Landrat Stephan Loge (rechts) überreichte das Papier an Repräsentanten von Kommunen. FOTO: Stellmacher
Lübben. Seit Anfang des Monats kann die Kreisverwaltung Dahme-Spreewald digitale Rechnungen empfangen, und verarbeiten. Innerhalb dieses Modellprojektes hatte der Landkreis mit den Städten Lübben, Königs Wusterhausen und Wildau sowie der Gemeinde Eichwalde einen Leitfaden zur Einführung der E-Rechnung entwickelt.

Das Rechnungsprüfungsamt Zeuthen hat das Projekt unterstützt.

Nunmehr nimmt der Landkreis brandenburgweit eine Vorreiterrolle ein. "Das Projekt wurde über das Investitionsprogramm des Bundesministeriums der Finanzen unterstützt und durch Partnerschaft Deutschland begleitet", erläutert Sprecherin Nancy Stellmacher. "Vor einem Jahr wurde das Partnerschaftsprojekt durch den Deutschen Landkreistag mit der Partnerschaften Deutschland GmbH initiiert", erinnert sich Landrat Stephan Loge (SPD). Bis Ende 2019 sind die Kommunen verpflichtet, E-Rechnungen zu empfangen und digital weiterzuverarbeiten. "Das haben wir nun als Vorreiter umgesetzt und können jetzt unseren Kommunen beratend zur Seite stehen", ergänzt der Landrat Stephan Loge. Er übergab der Gemeinde Eichwalde sowie den Städten Lübben und Wildau den fertig gestellte Leitfaden zur Einführung der E-Rechnung in der Kommunalverwaltung.

Mit dem Umsetzungsleitfaden soll anderen Kommunen ein praxisorientierter Einstieg in das Thema E-Rechnung geliefert werden. "Die Bearbeitung einer Rechnung dauert normalerweise vom Posteingang bis zur Rechnungsanweisung mehr als eine Woche. Hier ist es meist nicht möglich Skonti zu ziehen. Mit der zentralen Rechnungsbearbeitung in digitaler Form verkürzen wir die Bearbeitungszeit um die Hälfte", erklärt Kreiskämmerer Stefan Klein.

Lübbens Bürgermeister Lars Kolan befürwortet die Umstellung: "Es ist wichtig für unsere Verwaltung, dadurch können wir Personalressourcen effizient einsetzen", sagte Lars Kolan.