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| 01:15 Uhr

Per Rollen und Rad bis Wildau-Wentdorf

Amt Dahme.. Die Anbindung des Dahmer Landes an den Fläming-Skate, Europas längste Rad- und Skaterstrecke, geht weiter. Carmen Berg

Nachdem der Abschnitt von Hohenseefeld bis Dahme nahezu abgeschlossen ist, traf dieser Tage in der Kreisverwaltung Teltow-Fläming aus dem Amt für Flurneuordnung Brieselang der Bewilligungsbescheid für den Weiterbau der Strecke von Dahme über Prensdorf und Görsdorf bis Wildau-Wentdorf ein. Dies bestätigte der kreisliche Baudezernent Detlef Gärtner gegenüber der RUNDSCHAU.

Beginn Frühjahr 2004
Die Kosten für den elf Kilometer langen Abschnitt belaufen sich auf rund 1,16 Millionen Euro, wovon rund 815 600 Euro als Fördermittel von Europäischer Union, Bund und Land bereit gestellt werden. Die Planungen für die Strecke seien im Wesentlichen abgeschlossen. Das Bauvorhaben könne jetzt in die Ausschreibung gehen, so Detlef Gärtner. Baubeginn solle im kommenden Frühjahr sein, sobald die Witterungsbedingungen dies zulassen. Bis Ende des Jahres 2004 müsse laut Vorgabe die Maßnahme beendet sein, was, so Gärtner, zu schaffen sei.
Wie der Abschnitt von Hohenseefeld über Niendorf nach Dahme gehörte auch die Weiterführung von Dahme bis Wildau-Wentdorf von Beginn an zum geplanten Fläming-Skate. Beide Strecken waren jedoch in die Warteschleife geraten, weil sich das Bauvorhaben insgesamt verteuerte und so die Mittel nicht reichten (die RUNDSCHAU berichtete).
Der im August diesen Jahres nach harten Kämpfen ums Geld begonnene Rad- und Skateweg von Hohenseefeld bis an die Dahmer Stadtgrenze ist so gut wie vollendet. Es gebe leichte Terminverzögerungen in Hohenseefeld, wo in einem Teilstück noch Medien in die Erde verlegt werden müssen. Mitte November sei Vollzug für diesen Abschnitt anvisiert, sagt Detlef Gärtner.
Für das innerstädtische Verbindungsstück zwischen den beiden Teilstrecken des kreislichen Skate muss die Stadt Dahme selbst aufkommen. Wie Dahmes Bauamtsleiterin Christina Denkel erläutert, sei bis zum Eingang Friedhof ein Gehweg mit Asphalt vorgesehen. In Planung sei der Abschnitt vom Friedhof über Tränkestraße und Torgasse bis an die Hauptstraße. Von dort aus werde die Heinrich-Mann-Straße in ihrer bestehenden Form genutzt. Weiter führe die Strecke durch den Nordhag, für den die Ausführungsplanung weitestgehend steht, über den Tierpark am Damwildgehege vorbei bis zur Trift. An der Trift werde die vorhandene Fahrbahn genutzt bis zum Quellweg.
Die Finanzierung sei gesichert, sofern der Landkreis Dahme auch 2004 beim Eigenanteil für die Städtebauförderung unter die Arme greift, sagt Christina Denkel. Diese Unterstützung vorausgesetzt, könne ein Großteil der innerstädtischen Rad- und Skaterstrecke 2004 in Angriff genommen werden.
Noch offen ist der Zeitpunkt für die Vernetzung des Erholungsgebietes am Körbaer Teich mit dem insgesamt bereits 154 Kilometer langen Skate, wie Baudezernent Detlef Gärtner auf Nachfrage informiert.

Keine Zeitschiene für Körba
In einem zweiten Bauabschnitt soll der bestehende Fläming-Skate durch weitere Rundkurse und Querverbindungen faktisch nach innen wachsen und dabei für Aktivurlauber noch attraktiver werden. Davon hofft das Dahmer Land für den Körbaer Teich zu profitieren, dessen Anschluss jedoch „noch nicht konkret eingeordnet“ sei, so Gärtner. Seinen Ausführungen zufolge steht fest, dass 2004 ein Rundkurs der Marathondistanz von rund 42 Kilometern um Jüterbog von Werder über Fröhden, Hohengörsdorf, Oehna nach Langenlipsdorf entstehen soll. Für 2005 ist ein weiterer Kurs von Fröhden über Schlenzer bis ins Dahmer Land nach Wahlsdorf ins Auge gefasst.