(red/kr) Für Christen beginnt in diesen Tagen die wichtigste Zeit im Kirchenjahr. Auch wenn Weihnachten als christliches Fest auf Platz eins in der öffentlichen Wahrnehmung steht, ist dennoch die Zeit zwischen Palmsonntag – das ist der Sonntag vor Ostern – und Ostersonntag wichtiger. Hier wird an die Gefangennahme von Jesus aus Nazareth und seine Kreuzigung vor etwa 2000 Jahren in Jerusalem erinnert.

Der Kern der Osterbotschaft ist der Glaube an seine Auferstehung von den Toten. Als Symbol dafür steht seit jeher das Licht. Darum spielt es in den Ostergottesdiensten eine wichtige Rolle. Viele Kirchengemeinden feiern mit Blick auf den Ostermorgen bereits am Samstagabend mit einer Osternacht, wie in der Luckauer Nikolaikirche.

In anderen Gemeinden sind Frühaufsteher willkommen. In Golßen, Reddern, Schlepzig und Lübbenau beginnen die Gottesdienste kurz vor dem Sonnenaufgang in den noch dunklen Kirchen mit Kerzen und Gesang.

In Zaue am Schwielochsee treffen sich die Gemeindemitglieder um 5.45 Uhr am Ufer, um den Sonnenaufgang über dem See zu erleben. Vielerorts gibt es ein gemeinsames Osterfrühstück.

Am Ostersonntag beginnt um 9 Uhr in der Kirche Zerkwitz das traditionelle Osterreiten mit dem Eröffnungsgottesdienst. Stationsandachten finden in Klein Radden, Ragow und Krimnitz statt. In den meisten Gemeinden finden am Ostersonntag festliche Gottesdienste statt.

Zuvor wird am Gründonnerstag oder am Karfreitag bei Andachten und Gottesdiensten das Abendmahl gefeiert. Es erinnert an die letzte gemeinsame Mahlzeit Jesu mit seinen engen Vertrauten vor seiner Kreuzigung. In Luckau wird mit bei einem Passionsspiel die Kreuzigungsgeschichte gespielt.

Alle Gottesdiensttermine sind unter www.kirchenkreis-niederlausitz.de zu finden.