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| 01:03 Uhr

Oktoberfeststimmung im AWO-Wohnpark Glienig

Glienig.. Fassanstich, Jagdsignale, Stimmungsmusik: Im Wohnpark der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Glienig ist am Freitag mit dem traditionellen Herbstfest die Post abgegangen. „Vorbild in diesem Jahr war das Münchener Oktoberfest“, erklärt Lisanne Schulze (25). Andreas Staindl

Die Ergotherapeutin hatte am Freitag ihre erste große Veranstaltung im Wohnpark organisiert. "Alle Wohnbereiche", sagt Schulze, "haben mit tollen Ideen geholfen."
Gemeinsamer Gesang gehört in Glienig unbedingt dazu. Doch ohne Begleitung klingt "Ein Männlein steht im Walde" nur halb so schön. Gut, dass im AWO-Wohnpark Achim Schulze lebt. Der Bewohner hat sich kurzerhand an das Klavier gesetzt und den großen Chor musikalisch begleitet.
Die beiden Jäger Reinhold Born (Dahme) und Olaf Schmidke (Heinsdorf) hatten ihre Jagdhörner mit nach Glienig gebracht. "Herbstzeit ist auch Jagdzeit, unsere Bewohner sind sehr interessiert", sagt Lisanne Schulze. Born und Schmidke haben gern die Einladung angenommen. "Jetzt beginnt die Jagdsaison. Da ist es gut, vorher schon mal geblasen zu haben", erklären sie schmunzelnd und gestehen: "Wir sind ganz schön aus der Übung, das Pressen der Luft strengt ziemlich an."
Einmal gedanklich im Wald, waren die Bewohner für ein Gechicklichkeitsspielchen zu begeistern: Aus einem großen Sack voller Laub mussten Tannenzapfen "gefischt" und in einen Korb geworfen werden. "Eine Übung, die viel Spaß macht, die Teilnehmer aber auch fordert", sagt die Ergotherapeutin. Sie hatte außerdem Schätz- und Gedächtnisspiele vorbereitet: Wie schwer ist der Kürbis„ Und wie viele Eicheln stecken in diesem Rohr“ Die Spiele fordern die Bewohner, die auf Hilfe anderer angewiesen sind, spornen sie aber auch an.
Zur Stärkung sind zuvor schon leckere Brezeln verteilt worden. Auch das Anzapfen des Fasses hat in Glienig nicht gefehlt. AWO-Geschäftsführer Wolfgang Luplow hat den Zapfhahn "eingesetzt" und das erste Glas "mit rotem Bier" gefüllt, wie er scherzhaft sagt. Natürlich war es kein Alkohol, sondern rote Brause, was den Spaß aber keinesfalls getrübt hat. Nach dem kollektiven "O´ zapft is´" hatte Luplow als "Zapfmeister" alle Hände voll zu tun.
Wer wollte und konnte, wagte schließlich ein Tänzchen im Foyer des Schlosses. Die Oktoberfeststimmung hatte Bewohner und Betreuer im AWO-Wohnpark in Glienig längst erfasst.